VPN-Anbieter im Vergleich

Es gibt so viele Gründe einen VPN zu nutzen wie VPN-Anbieter. Manche Nutzer möchten sich den lauschenden Ohren in öffentlichen WLANs entziehen, andere den Traffic vor dem eigenen Internet-Provider verstecken. VPNs ermöglichen zudem die Beschränkungen durch den Standort zu umgehen und dadurch Zugriff auf digitale Inhalte zu bekommen, die am Standort sonst gesperrt sind. Das Angebot an VPNs ist groß, deshalb lohnt sich ein Vergleich der VPN-Anbieter.

Die nachfolgende Liste ist dabei nicht vollumfänglich sondern beinhaltet nur die VPN-Anbieter, die ich selbst bei meiner Suche in die engere Auswahl gezogen habe. Ein regelmäßiger Vergleich der VPN-Anbieter lohnt sich, da der Leistungsumfang stetig erweitert wird und die Preise durch Angebote teilweise extrem schwanken.

VPN-Anbieter im Vergleich
VPN-Anbieter im Vergleich (Bild: Pixabay.com)

VPN-Anbieter im Vergleich

Bei der Wahl des VPN-Anbieters spielt der persönliche Schutz der Daten oft eine übergeordnete Rolle. Deshalb wäre es ideal einen Anbieter auszuwählen, der keine Log-Files zu seinen Kunden speichert. Zudem lässt es sich durch den Nutzer letztendlich schwer prüfen, ob der Anbieter hält was er verspricht. In bestimmten Ländern sind VPN-Anbieter per Gesetzt dazu verpflichtet, bestimmte Daten vorrätig zu halten.

Einen besten VPN-Anbieter kann es im Vergleich der Anbieter von VPNs nicht geben, da jeder Nutzer andere Anforderungen an die Leistungen stellt. Für diesen Beitrag werden folgende Punkte der kostenpflichtigen VPN-Anbieter betrachtet um eine Übersicht des Leistungsangebots zu erhalten. Vergleich der Kosten. Es werden die Preise für ein Monatsabo und Jahresabo gegenübergestellt, um eine Vergleichbarkeit der Preise der VPN-Anbieter zu ermöglichen. Oft wird in US-Dollar abgerechnet, das heißt die Preise schwanken ja nach Wechselkurs. Gegebenenfalls kommt noch eine Gebühr durch die Hausbank durch das Bezahlen in Fremdwährung dazu. Wie man PayPals Währungsumrechner umgehen kann, erklärt der verlinkte Beitrag.

Auch die Anzahl der Geräte, die mit einem VPN-Account gleichzeitig eingeloggt sein können, wird aufgelistet. Gerade auf Reisen ist es wichtig, dass nicht nur der Laptop, sondern auch das Smartphone und Tablet, sicher über ein offenes WLAN via VPN ins Internet können. Die Anzahl der VPN-Server stellt die möglichen Zugriffspunkte der Kunden dar. Je mehr Server desto besser, so verteilt sich die Last zu Stoßzeiten. Kostenlose Server bieten zudem eine gute Möglichkeit, die Leistungen des Anbieters unverbindlich zu testen. Auch für Wenignutzer, die nur schnell in einem öffentlichen WLAN einen Blick auf die E-Mails wagen möchten, lohnt sich ein kostenloser VPN-Anbieter. Zudem ist es wichtig, dass die Daten der Nutzer verschlüsselt Übertragen werden, so dass die Pakete nicht durch Dritte abgegriffen und ausgelesen werden können.

Die Geschwindigkeit der VPN-Anbieter ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren. Anzahl der Server, Standort der VPN-Server, Anzahl der Nutzer auf dem Server oder die verwendeten Verschlüsselungsprotokolle. In der Regel wird die Übertragungsrate des heimischen Internets nie erreicht. Gute Anbieter erreichen jedoch zwischen 50 bis 80 Prozent der Leistung.

NordVPN

Die Server von NordVPN unterliegen der Gerichtsbarkeit von Panama, ein Staat der Internet-Provider nicht verpflichtet den Traffic der Kunden zu überwachen. Nach eigenen Aussagen speichert NordVPN keine Log-Files zu den Kunden. Die Preise von NordVPN sind wettbewerbsfähig, aber nicht die günstigsten im Vergleich der VPN-Anbieter.

  • Monatsabo: 8 Dollar
  • Jahresabo: 69 Dollar, jährliche Abrechnung (5,75 Dollar pro Monat)
  • Anzahl Geräte: 6 Geräte
  • Apps für: iPhone, iPad, Android, Router, Windows mobile
  • Anzahl der Server: 552 Server in 48 Länder
  • Kostenlose Version: Nein
  • Verschlüsselung: SSL basierte 2048-bit Verschlüsselung
  • Bezahlmöglichkeiten: Bitcoin, PayPal, Paysera, Webmoney oder Kreditkarte
  • Protokolle: OpenVPN, PPTP, L2TP, IPSec
  • Sonstiges: Keine Drosselung von P2P-Traffic
NordVPN
NordVPN (Bild: Webseite).

Ein interessantes Feature bei NordVPN ist der automatische Kill-Switch. Dieser unterbricht die Internetverbindung für den Fall, dass die VPN-Verbindung unerwartet ausfällt. Der Nutzer kann dabei selbst definieren, für welche Anwendungen oder Webseiten die Verbindung unterbrochen werden soll. Das hindert die Übertragung sensibler Daten über ungeschützte Netzwerke.

NordVPN bietet keine kostenlose Nutzung und auch kein kostenlose Testphase an, wirbt aber mit einer 30 Tage Geld-zurück-Garantie, sollte der Kunde mit den Leistungen nicht zufrieden sein. Gemessen an der Anzahl der Server gehört NordVPM im Vergleich der VPN-Anbieter zu den großen Dienstleistern.

NordVPN: Zum Anbieter

PrivateTunnel

Im Vergleich der VPN-Anbieter macht PrivateTunnel einen eher minimalistischen Eindruck, bietet jedoch Software für Windows und Mac an, die sich schnell und einfach einrichten und nutzen lässt. Im Unterschied zu anderen VPNs bekommen Neukunden 2 GB kostenlosem Traffic. Damit lässt sich das Leistungsangebot und die Qualität der Server ohne Folgekosten testen. Per Referral lässt sich zusätzlicher kostenloser Traffic verdienen.

  • Monatsabo: n.V.
  • Jahresabo: 29,99 Dollar, jährliche Abrechnung
  • Anzahl Geräte: 10 Geräte
  • Apps für: Windows, OS X, iOS und Android
  • Anzahl der Server: Nicht bekannt.
  • Kostenlose Version: Ja – 2 GB kostenlos bei Anmeldung
  • Verschlüsselung: 128-bit Blowfish
  • Bezahlmöglichkeiten: PayPal, Kreditkarte, Bitcoin, Alipay
  • Protokolle: OpenVPN
  • Sonstiges: Datenvolumenmodell
PrivateTunnel VPN
PrivateTunnel (Bild: Webseite).

PrivateTunnel bietet entweder die Option, Datenvolumen zu kaufen, das zeitlich unbegrenzt auf beliebig vielen Geräten zur Verfügung steht oder unlimitierten Traffic für 29,99 Euro pro Monat. Letzteres gilt für bis zu 10 Geräte. Nutzer die geringen Traffic produzieren können von den Modellen die auf Datenvolumen basieren profitieren. Die Anzahl der Server nennt PrivateTunnel leider nicht. Die wichtigsten Serverstandorte sind in der Auswahl jedoch vertreten.

PrivateTunnel: Zum Anbieter

ExpressVPN

ExpressVPN gehört zu den teureren VPN-Anbieter hier im Vergleich. Auch die Anzahl der gleichzeitig nutzbaren Geräte liegt unter dem Durchschnitt. Dafür wirbt ExpressVPN mit einer unkomplizierten 30 Tage Geld-zurück-Garantie, sollten die Leistungen dem Kunden nicht gefallen. Für die einfache Einrichtung stehen Apps für Apps für Windows, Mac, iOS, Android und Linux zur Verfügung.

  • Monatsabo: 12,95 Dollar
  • Jahresabo: 99,95 Dollar, jährliche Abrechnung (8,32 Dollar pro Monat)
  • Anzahl Geräte: 3 Geräte
  • Apps für: Windows, Mac, iOS, Android und Linux
  • Anzahl der Server: 136 Server in 87 Länder
  • Kostenlose Version: Nein
  • Verschlüsselung: SSL basierte 256-bit Verschlüsselung
  • Bezahlmöglichkeiten: PayPal, Kreditkarte, Bitcoin, WebMoney, Alipay und viele mehr
  • Protokolle: OpenVPN (TCP, UDP), L2TP-IPsec, SSTP und PPTP
  • Sonstiges: –
ExpressVPN
ExpressVPN (Bild: Webseite).

ExpressVPN wirbt aktiv damit, dass keine Aufzeichnung der Surfaktivitäten der Nutzer erfolgt. Gerade in den beliebten Ländern USA und UK bietet ExpressVPN gleich mehrere Server an, um eine gute Bandbreite für seine Nutzer sicherzustellen.

ExpressVPN: Zum Anbieter

PureVPN

PureVPN verfügt zwar nicht über die größte Anzahl an Server hier im Vergleich, hat seine VPN-Server jedoch in den meisten Ländern verteilt. Die Preise pro Monat liegt im Durchschnitt, der Preis pro Monat im 2-Jahresabo ist mit 2,08 Dollar pro Monat eine Überlegung wert. Es stehen Apps für alle verfügbaren Endgeräte zur Verfügung und sollen dem Anwender die Einrichtung erleichtern.

  • Monatsabo: 9,95 Dollar
  • Jahresabo: 2 Jahresabo für 49,92 Dollar verfügbar (2,08 Dollar pro Monat)
  • Anzahl Geräte: 5 Geräte
  • Apps für: Windows, Mac, Android und iOS
  • Anzahl der Server: Über 500 Server in 141 Länder
  • Kostenlose Version: Nein
  • Verschlüsselung: AES-256-bit
  • Bezahlmöglichkeiten: PayPal, Kreditkarte, Bitcoin, WebMoney, Alipay und viele mehr
  • Protokolle: PPTP, L2TP, SSTP, IKEv2 und OpenVPN
  • Sonstiges: IPv6 Leak Protection
PureVPN
PureVPN (Bild: Webseite).

Auf dem Papier liest sich der Leistungsumfang von PureVPN im Vergleich zu anderen VPN-Anbieter sehr gut. Insbesondere wenn man zum 2-Jahresabo greift, ist PureVPN günstiger als andere VPN-Anbieter im Jahresabo. Nutzer müssen für sich herausfinden, ob der Anbieter auch die benötigte Leistung liefert. Für unzufriedene Neukunden gibt es eine 7 Tage Geld-zurück-Garantie bei PureVPN.

PureVPN: Zum Anbieter

Total VPN

Total VPN verspricht die vollständige Anonymisierung des Nutzers im Internet ohne dabei Log-Files der Nutzer zu erstellen. Das Preismodell von Total VPN ist dabei sehr unkompliziert. Es gibt nur ein Monatsabo für 4,99 Euro welches für bis zu drei Geräte gleichzeitig gilt. Für Wenignutzer oder zum Testen bietet Total VPN auch einen kostenlosen Zugang zu drei VPN-Server an.

  • Monatsabo: 4,99 Euro
  • Jahresabo: Nein
  • Anzahl Geräte: 3 Geräte
  • Apps für: Windows, Mac, Android und iOS
  • Anzahl der Server: 61 Server in 30 Länder
  • Kostenlose Version: Ja – 3 Serverstandorte, ein Gerät
  • Verschlüsselung: Ja, aber nicht genannt
  • Bezahlmöglichkeiten:
  • Protokolle: PPTP, OpenVPN, L2TP/IPSec, SSTP und IkeV2
  • Sonstiges: –
Total VPN
Total VPN (Bild: Webseite).

Total VPN läuft auf fast allen Endgeräten, auch Chromebooks gehören dazu. Die Anzahl der verfügbaren Server ist überschaubar, dafür gehört Total VPN im Vergleich zu den günstigen Anbietern.

Total VPN: Zum Anbieter

CyberGhost

CyberGhost ist schon länger am Markt unterwegs und hat sich zwischenzeitlich einen recht soliden Ruf als VPN-Anbieter erarbeitet. Mit über 600 Server in 30 Länder gehört Cyber Ghost zum größten VPN-Anbieter hier im Vergleich. Interessierten Kunden steht zudem eine kostenlose Version mit eingeschränkter Serverauswahl und Wartezeit zur Verfügung.

CyberGhost bietet ausgereifte Software und Apps für fast alle Plattformen. Neben der kostenlosen Version können Kunden für 4,99 Euro pro Monat einer Premium oder für 7,99 Euro pro Monat eine Premium Plus Version kaufen. Beides gibt es auch im vergünstigten Jahresabo. Die Premium Plus Version zeichnet sich durch die gleichzeitige Nutzung von bis zu 5 Geräten aus.

  • Monatsabo: 4,99 Euro für Premium oder 7,99 Euro für Premium Plus
  • Jahresabo: 49,92 Euro (4,16 Euro pro Monat) für Premium oder 79,92 Euro (6,66 Euro pro Monat) für Premium Plus
  • Anzahl Geräte: 1 bei Premium, 5 bei Premium Plus
  • Apps für: Windows, Mac, Android und iOS
  • Anzahl der Server: 600 Server in 30 Länder
  • Kostenlose Version: Ja – eingeschränkte Serverauswahl + Wartezeit
  • Verschlüsselung: AES-256-BIT
  • Bezahlmöglichkeiten: PayPal, Kreditkarte und Bitcoin
  • Protokolle: OpenVPN, IPSec, L2TP und PPTP
  • Sonstiges: DNS und IPV6-Leak-Protection
CyberGhost VPN
CyberGhost VPN (Bild: Webseite).

CyberGhost hatte ich selbst einige Monate im Einsatz und war mit der Geschwindigkeit der Server meistens sehr zufrieden. Für das Streamen von HD-Videos über den BBC iPlayer aus Großbritannien reichte CyberGhost problemlos aus. Leider sperrte die BBC die Server, weshalb ich zu einem anderen Anbieter wechseln muss.

CyberGhost: Zum Anbieter

IPredator VPN

IPredator VPN scheint aktuell noch im Aufbau zu sein. Die Webseite ist rudimentär und auch die Informationen sind spärlich. Software für IPredator gibt es aktuell nicht. Kunden müssen den VPN auf jeden jeweiligen Endgeräten mit externer Software wie OpenVPN selbst einrichten. Eine jährliche Zahlungsweise ergibt keinen Rabatt für den Kunden.

  • Monatsabo: 6 Euro
  • Jahresabo: 72 Euro, jährliche Abrechnung (6 Euro pro Monat)
  • Anzahl Geräte: unbekannt
  • Apps für: n.V.
  • Anzahl der Server: unbekannt
  • Kostenlose Version: Nein
  • Verschlüsselung: unbekannt
  • Bezahlmöglichkeiten: PayPal, Bitcoin, OK Pay, Kreditkarten via Payza, Western Union und weitere
  • Protokoll: OpenVPN, PPTP
  • Sonstiges: Prepaid VPN
IPredator VPN
IPredator VPN (Bild: Webseite).

Für die dürftigen Informationen ist IPredator VPN etwas teuer im Vergleich zu anderen VPN-Anbietern. Kunden haben bei jährlicher Bezahlung keinen finanziellen Vorteil weshalb sich diese nicht lohnt. Auch die Anzahl der Server und verfügbaren Länder werden nicht genannt. Wer einen Dienst aus einem bestimmten Land nutzen möchte, ist bei IPredator VPN falsch.

IPredator VPN: Zum Anbieter

Persönliche Meinung

Was nützt der beste VPN-Anbieter, wenn er die erwartete Leistung nicht erfüllt. Drum prüfe wer sich bindet. Anbieter aus Europa oder den USA müssen den dortigen gesetzlichen Regelungen entsprechen. Das kann auch das loggen des Traffics sowie die Herausgabe der Informationen bedeuten. Wen das nicht stört und beispielsweise lediglich Netflix UK in Deutschland schauen möchte oder sicher in öffentlichen WLAN sein will, findet auch bei den europäischen VPN-Anbietern eine gute Alternative. Im Vergleich sind die Kosten jedoch nicht alles. Wichtig ist beispielsweise auch, wie einfach sich der VPN im Vergleich zur Konkurrenz installieren und nutzen lässt, wie schnell die Verbindung ist und wie viel Geräte sich gleichzeitig einloggen lassen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft sich das Monatsabo, testet den VPN-Anbieter auf Herz und Nieren und schließt anschließend bei Gefallen ein Jahresabo ab um Geld zu sparen.

Nutzt ihr einen VPN-Anbieter der hier nicht im Vergleich genannt wird? Wie ist eure Erfahrung und wozu nutzt ihr einen VPN?

7 Gedanken zu „VPN-Anbieter im Vergleich

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