VPN Anbieter im Vergleich

Der VPN Anbieter sollte sorgfältig ausgewählt werden. Nicht alle VPN Anbieter bieten die gleiche Leistung für das gleiche Geld. Ein Vergleich lohnt sich. Die Zahl der VPN Anbieter ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Deshalb findet ihr in diesem Vergleich keine umfassende Auflistung aller verfügbaren VPN Anbieter sondern eine klare Empfehlung von drei Anbieter, mit denen ich selbst gute Erfahrung gemacht habe.

Zahlreiche Webseiten listen eine teilweise unüberschaubare Anzahl an VPN Anbieter inklusive Tests und Vergleiche auf. Einige Angebote doppeln sich dabei und machen das Angebot unübersichtlich. Darauf verzichtet dieser Vergleich.

VPN Anbieter im Vergleich

Der “beste VPN” gibt es nicht. Die Leistungen der VPN Anbieter sind unterschiedlich. Was für mich wichtig ist, mag für euch nicht passen und umgekehrt. Um einen Vergleich an VPN Anbieter herstellen zu können, müssen die Anbieter für diesen Vergleich folgende Kriterien erfüllen:

  • Gerichtsstand in einem Land ohne Abkommen zum Austausch von Daten mit anderen Ländern
  • Keine Logs oder Speicherung von Informationen zum Kunden
  • Mindestens 500 Server
  • Server-Standorte in mindestens 30 Länder
  • Apps für iOS, Android, Windows, Linux, macOS
  • P2P-Unterstützung
  • Bezahlen mit Kryptowährungen
VPN Anbieter im Vergleich
VPN Anbieter im Vergleich (Bild: pexels.com)

Was ist ein VPN? Dann lest im verlinkten Beitrag wie ein VPN funktioniert und was sich hinter der Technik versteckt. Zusammengefasst ist ein VPN (Virtual Private Network) eine verschlüsselte Übertragung der Internet-Anfragen und Antworten von eurem Computer oder Smartphone zum VPN-Server des VPN Anbieter. Von diesem Server gehen die Anfragen dann entschlüsselt ins Internet. Die Verbindung in den Inhalt der übertragenen Daten kann zwischen euch und dem VPN Anbieter niemand auslesen.

Es gibt Vorteile und Nachteile eines VPN. Je nachdem wozu ihr einen VPN benötigt und wo ihr den VPN einsetzen wollt, müsst ihr den VPN Anbieter auswählen. Der VPN Vergleich zeigt euch die Optionen und möglichkeiten der Anbieter auf. Dabei ist ein VPN-Dienst kein Allheilmittel, verbessert aber die Privatsphäre deutlich.

NordVPN

Die Server von NordVPN unterliegen der Gerichtsbarkeit von Panama, ein Staat der Internet-Provider nicht verpflichtet den Traffic der Kunden zu überwachen. Nach eigenen Aussagen speichert NordVPN keine Log-Files zu den Kunden. Die Preise von NordVPN sind wettbewerbsfähig, aber nicht die günstigsten im Vergleich der VPN-Anbieter.

  • Monatsabo: 8 Dollar
  • Jahresabo: 69 Dollar, jährliche Abrechnung (5,75 Dollar pro Monat)
  • Anzahl Geräte: 6 Geräte
  • Apps für: iPhone, iPad, Android, Router, Windows mobile
  • Anzahl der Server: 552 Server in 48 Länder
  • Kostenlose Version: Nein
  • Verschlüsselung: SSL basierte 2048-bit Verschlüsselung
  • Bezahlmöglichkeiten: Bitcoin, PayPal, Paysera, Webmoney oder Kreditkarte
  • Protokolle: OpenVPN, PPTP, L2TP, IPSec
  • Sonstiges: Keine Drosselung von P2P-Traffic
NordVPN
NordVPN (Bild: Webseite).

Ein interessantes Feature bei NordVPN ist der automatische Kill-Switch. Dieser unterbricht die Internetverbindung für den Fall, dass die VPN-Verbindung unerwartet ausfällt. Der Nutzer kann dabei selbst definieren, für welche Anwendungen oder Webseiten die Verbindung unterbrochen werden soll. Das hindert die Übertragung sensibler Daten über ungeschützte Netzwerke.

NordVPN bietet keine kostenlose Nutzung und auch kein kostenlose Testphase an, wirbt aber mit einer 30 Tage Geld-zurück-Garantie, sollte der Kunde mit den Leistungen nicht zufrieden sein. Gemessen an der Anzahl der Server gehört NordVPM im Vergleich der VPN-Anbieter zu den großen Dienstleistern.

NordVPN: Zum Anbieter

PrivateTunnel

Im Vergleich der VPN-Anbieter macht PrivateTunnel einen eher minimalistischen Eindruck, bietet jedoch Software für Windows und Mac an, die sich schnell und einfach einrichten und nutzen lässt. Im Unterschied zu anderen VPNs bekommen Neukunden 2 GB kostenlosem Traffic. Damit lässt sich das Leistungsangebot und die Qualität der Server ohne Folgekosten testen. Per Referral lässt sich zusätzlicher kostenloser Traffic verdienen.

  • Monatsabo: n.V.
  • Jahresabo: 29,99 Dollar, jährliche Abrechnung
  • Anzahl Geräte: 10 Geräte
  • Apps für: Windows, OS X, iOS und Android
  • Anzahl der Server: Nicht bekannt.
  • Kostenlose Version: Ja – 2 GB kostenlos bei Anmeldung
  • Verschlüsselung: 128-bit Blowfish
  • Bezahlmöglichkeiten: PayPal, Kreditkarte, Bitcoin, Alipay
  • Protokolle: OpenVPN
  • Sonstiges: Datenvolumenmodell
PrivateTunnel VPN
PrivateTunnel (Bild: Webseite).

PrivateTunnel bietet entweder die Option, Datenvolumen zu kaufen, das zeitlich unbegrenzt auf beliebig vielen Geräten zur Verfügung steht oder unlimitierten Traffic für 29,99 Euro pro Monat. Letzteres gilt für bis zu 10 Geräte. Nutzer die geringen Traffic produzieren können von den Modellen die auf Datenvolumen basieren profitieren. Die Anzahl der Server nennt PrivateTunnel leider nicht. Die wichtigsten Serverstandorte sind in der Auswahl jedoch vertreten.

PrivateTunnel: Zum Anbieter

ExpressVPN

ExpressVPN gehört zu den teureren VPN-Anbieter hier im Vergleich. Auch die Anzahl der gleichzeitig nutzbaren Geräte liegt unter dem Durchschnitt. Dafür wirbt ExpressVPN mit einer unkomplizierten 30 Tage Geld-zurück-Garantie, sollten die Leistungen dem Kunden nicht gefallen. Für die einfache Einrichtung stehen Apps für Apps für Windows, Mac, iOS, Android und Linux zur Verfügung.

  • Monatsabo: 12,95 Dollar
  • Jahresabo: 99,95 Dollar, jährliche Abrechnung (8,32 Dollar pro Monat)
  • Anzahl Geräte: 3 Geräte
  • Apps für: Windows, Mac, iOS, Android und Linux
  • Anzahl der Server: 136 Server in 87 Länder
  • Kostenlose Version: Nein
  • Verschlüsselung: SSL basierte 256-bit Verschlüsselung
  • Bezahlmöglichkeiten: PayPal, Kreditkarte, Bitcoin, WebMoney, Alipay und viele mehr
  • Protokolle: OpenVPN (TCP, UDP), L2TP-IPsec, SSTP und PPTP
  • Sonstiges: –
ExpressVPN
ExpressVPN (Bild: Webseite).

ExpressVPN wirbt aktiv damit, dass keine Aufzeichnung der Surfaktivitäten der Nutzer erfolgt. Gerade in den beliebten Ländern USA und UK bietet ExpressVPN gleich mehrere Server an, um eine gute Bandbreite für seine Nutzer sicherzustellen.

ExpressVPN: Zum Anbieter

PureVPN

PureVPN verfügt zwar nicht über die größte Anzahl an Server hier im Vergleich, hat seine VPN-Server jedoch in den meisten Ländern verteilt. Die Preise pro Monat liegt im Durchschnitt, der Preis pro Monat im 2-Jahresabo ist mit 2,08 Dollar pro Monat eine Überlegung wert. Es stehen Apps für alle verfügbaren Endgeräte zur Verfügung und sollen dem Anwender die Einrichtung erleichtern.

  • Monatsabo: 9,95 Dollar
  • Jahresabo: 2 Jahresabo für 49,92 Dollar verfügbar (2,08 Dollar pro Monat)
  • Anzahl Geräte: 5 Geräte
  • Apps für: Windows, Mac, Android und iOS
  • Anzahl der Server: Über 500 Server in 141 Länder
  • Kostenlose Version: Nein
  • Verschlüsselung: AES-256-bit
  • Bezahlmöglichkeiten: PayPal, Kreditkarte, Bitcoin, WebMoney, Alipay und viele mehr
  • Protokolle: PPTP, L2TP, SSTP, IKEv2 und OpenVPN
  • Sonstiges: IPv6 Leak Protection
PureVPN
PureVPN (Bild: Webseite).

Auf dem Papier liest sich der Leistungsumfang von PureVPN im Vergleich zu anderen VPN-Anbieter sehr gut. Insbesondere wenn man zum 2-Jahresabo greift, ist PureVPN günstiger als andere VPN-Anbieter im Jahresabo. Nutzer müssen für sich herausfinden, ob der Anbieter auch die benötigte Leistung liefert. Für unzufriedene Neukunden gibt es eine 7 Tage Geld-zurück-Garantie bei PureVPN.

PureVPN: Zum Anbieter

Total VPN

Total VPN verspricht die vollständige Anonymisierung des Nutzers im Internet ohne dabei Log-Files der Nutzer zu erstellen. Das Preismodell von Total VPN ist dabei sehr unkompliziert. Es gibt nur ein Monatsabo für 4,99 Euro welches für bis zu drei Geräte gleichzeitig gilt. Für Wenignutzer oder zum Testen bietet Total VPN auch einen kostenlosen Zugang zu drei VPN-Server an.

  • Monatsabo: 4,99 Euro
  • Jahresabo: Nein
  • Anzahl Geräte: 3 Geräte
  • Apps für: Windows, Mac, Android und iOS
  • Anzahl der Server: 61 Server in 30 Länder
  • Kostenlose Version: Ja – 3 Serverstandorte, ein Gerät
  • Verschlüsselung: Ja, aber nicht genannt
  • Bezahlmöglichkeiten:
  • Protokolle: PPTP, OpenVPN, L2TP/IPSec, SSTP und IkeV2
  • Sonstiges: –
Total VPN
Total VPN (Bild: Webseite).

Total VPN läuft auf fast allen Endgeräten, auch Chromebooks gehören dazu. Die Anzahl der verfügbaren Server ist überschaubar, dafür gehört Total VPN im Vergleich zu den günstigen Anbietern.

Total VPN: Zum Anbieter

CyberGhost

CyberGhost ist schon länger am Markt unterwegs und hat sich zwischenzeitlich einen recht soliden Ruf als VPN-Anbieter erarbeitet. Mit über 600 Server in 30 Länder gehört Cyber Ghost zum größten VPN-Anbieter hier im Vergleich. Interessierten Kunden steht zudem eine kostenlose Version mit eingeschränkter Serverauswahl und Wartezeit zur Verfügung.

CyberGhost bietet ausgereifte Software und Apps für fast alle Plattformen. Neben der kostenlosen Version können Kunden für 4,99 Euro pro Monat einer Premium oder für 7,99 Euro pro Monat eine Premium Plus Version kaufen. Beides gibt es auch im vergünstigten Jahresabo. Die Premium Plus Version zeichnet sich durch die gleichzeitige Nutzung von bis zu 5 Geräten aus.

  • Monatsabo: 4,99 Euro für Premium oder 7,99 Euro für Premium Plus
  • Jahresabo: 49,92 Euro (4,16 Euro pro Monat) für Premium oder 79,92 Euro (6,66 Euro pro Monat) für Premium Plus
  • Anzahl Geräte: 1 bei Premium, 5 bei Premium Plus
  • Apps für: Windows, Mac, Android und iOS
  • Anzahl der Server: 600 Server in 30 Länder
  • Kostenlose Version: Ja – eingeschränkte Serverauswahl + Wartezeit
  • Verschlüsselung: AES-256-BIT
  • Bezahlmöglichkeiten: PayPal, Kreditkarte und Bitcoin
  • Protokolle: OpenVPN, IPSec, L2TP und PPTP
  • Sonstiges: DNS und IPV6-Leak-Protection
CyberGhost VPN
CyberGhost VPN (Bild: Webseite).

CyberGhost hatte ich selbst einige Monate im Einsatz und war mit der Geschwindigkeit der Server meistens sehr zufrieden. Für das Streamen von HD-Videos über den BBC iPlayer aus Großbritannien reichte CyberGhost problemlos aus. Leider sperrte die BBC die Server, weshalb ich zu einem anderen Anbieter wechseln muss.

CyberGhost: Zum Anbieter

IPredator VPN

IPredator VPN scheint aktuell noch im Aufbau zu sein. Die Webseite ist rudimentär und auch die Informationen sind spärlich. Software für IPredator gibt es aktuell nicht. Kunden müssen den VPN auf jeden jeweiligen Endgeräten mit externer Software wie OpenVPN selbst einrichten. Eine jährliche Zahlungsweise ergibt keinen Rabatt für den Kunden.

  • Monatsabo: 6 Euro
  • Jahresabo: 72 Euro, jährliche Abrechnung (6 Euro pro Monat)
  • Anzahl Geräte: unbekannt
  • Apps für: n.V.
  • Anzahl der Server: unbekannt
  • Kostenlose Version: Nein
  • Verschlüsselung: unbekannt
  • Bezahlmöglichkeiten: PayPal, Bitcoin, OK Pay, Kreditkarten via Payza, Western Union und weitere
  • Protokoll: OpenVPN, PPTP
  • Sonstiges: Prepaid VPN
IPredator VPN
IPredator VPN (Bild: Webseite).

Für die dürftigen Informationen ist IPredator VPN etwas teuer im Vergleich zu anderen VPN-Anbietern. Kunden haben bei jährlicher Bezahlung keinen finanziellen Vorteil weshalb sich diese nicht lohnt. Auch die Anzahl der Server und verfügbaren Länder werden nicht genannt. Wer einen Dienst aus einem bestimmten Land nutzen möchte, ist bei IPredator VPN falsch.

IPredator VPN: Zum Anbieter

Die Daten von thatoneprivacysite.net und den Angaben der VPN Anbieter direkt. Während ThatOnePrivacySite eine vollumfängliche und aktuelle Liste mit Daten zu sehr vielen VPN-Anbieter besitzt, spricht die Webseite keine Empfehlung aus. Das macht die Suche für technisch weniger versierte Personen sehr kompliziert.

Kann ein guter VPN kostenlos sein? Auch das ist möglich. Nur dürft ihr nicht die gleiche Leistung wie bei einem der kostenpflichtigen VPN Anbieter erwarten. Der Funktionsumfang ist in jedem Fall eingeschränkt. Auch die Bandbreite oder das monatliche Datenvolumen steht nur in reduziertem Umfang zur Verfügung. Wer bei einem kurze Hotelaufenthalt abends noch schnell die E-Mails abrufen möchte, benötigt nicht zwingend einen kostenpflichtigen VPN Anbieter.

Persönliche Meinung

Was nützt der beste VPN-Anbieter, wenn er die erwartete Leistung nicht erfüllt. Drum prüfe wer sich bindet. Anbieter aus Europa oder den USA müssen den dortigen gesetzlichen Regelungen entsprechen. Das kann auch das loggen des Traffics sowie die Herausgabe der Informationen bedeuten. Wen das nicht stört und beispielsweise lediglich Netflix UK in Deutschland schauen möchte oder sicher in öffentlichen WLAN sein will, findet auch bei den europäischen VPN-Anbietern eine gute Alternative. Im Vergleich sind die Kosten jedoch nicht alles. Wichtig ist beispielsweise auch, wie einfach sich der VPN im Vergleich zur Konkurrenz installieren und nutzen lässt, wie schnell die Verbindung ist und wie viel Geräte sich gleichzeitig einloggen lassen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft sich das Monatsabo, testet den VPN-Anbieter auf Herz und Nieren und schließt anschließend bei Gefallen ein Jahresabo ab um Geld zu sparen.

Nutzt ihr einen VPN-Anbieter der hier nicht im Vergleich genannt wird? Wie ist eure Erfahrung und wozu nutzt ihr einen VPN?

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