Mobiler Monitor: Tragbare Displays für unterwegs

Tragbare Monitore sind zwar eine Nische, für bestimmte Berufsgruppen jedoch ein interessanter Produktbereich. Wer viel auf Reisen ist, wird in der Regel einen Laptop bei sich haben und damit im Zug, Flugzeug, Hotel oder beim Kunden arbeiten. Für E-Mails und etwas Excel geht das in Ordnung. Wer produktiv arbeitet und beispielsweise viele Daten vergleichen möchte, profitiert von einem zweiten Display.

Ein vollwertiger Monitor lässt sich nicht mittragen. Über tragbare Displays lassen sich Laptops mit wenig Aufwand um ein zweites Display erweitern. Excel-Tabellen, PDFs oder Präsentationen können besser dargestellt werden. Die Auswahl der mobilen Monitore reicht von kleinen 11 Zoll Displays bis zu 17 Zoll Geräten.

Tragbarer Monitor: Tragbare Displays für unterwegs

Ein tragbarer Monitor wird im Unterschied zu den Displays zu Hause oft über den USB 3.0 oder USB-C Anschluss mit dem Laptop verbunden. Mit der Verbreitung von USB-C erfolgt die Stromversorgung und das Display-Signal über einen Stecker. Mehrere Kabel oder proprietäre Kabel entfallen.

Einige tragbare Displays setzen auf eine eigene Batterie. Das erhöht jedoch das Gewicht des Monitors. Deshalb sind Displays mit USB-C Stecker zu bevorzugen. Diese sind leichter und werden über ein standardisiertes Kabel mit dem Notebook verbunden.

Beim Kauf eines tragbaren Monitors ist neben dem Gewicht auch die Reaktionszeit wichtig. Excel-Tabellen und Dokumente sollten schlieren- und ruckelfrei über das Display verschoben werden können. Zudem lassen sich die Monitore auch für einen Film am Abend nutzen.

Mobiler Monitor: Tragbare Displays für unterwegs
Anstecken und fertig. Der GeChic On-Lap 1305H ist in wenigen Sekunden bereit (Bild: Benjamin Blessing).

Je größer der mobile Monitor ist, desto schwerer wird er. Das sollte beim Kauf berücksichtigt werden. Ist das Display größer als das Notebook, benötigt ihr möglicherweise eine zusätzliche Tasche. Besitzt der tragbare Monitor die gleiche Größe wie der Laptop, lässt sich dieser mit in die Notebook-Tasche legen. Die nachfolgenden mobilen Monitore sind ohne Wertung nach der Displaydiagonalen aufgelistet.

Mobiler Monitor bis 12 Zoll

Mit bis zu 12 Zoll sind diese Displays so groß wie einige Tablets. Ein tragbares Display in dieser Größenordnung eignet sich, wenn alles super leicht und mobil sein soll.

Das GeChic 1101P

Das GeChic 1101P lässt sich vielseitig unterwegs einsetzen und ist nicht nur für den mobilen Betrieb am Laptop gedacht. Das mobile Display verfügt über eine Diagonale von 11,6 Zoll und löst mit 1920 x 1080 Pixeln auf. Dank Klappfuß steht das Display ohne zusätzliche Hilfe, lässt sich aber auch auf eine Metallplatte montieren. Im Unterschied zu vielen anderen hier vorgestellten Monitoren verfügt das GeChic 1101P über HDMI, VGA und MiniDisplay sowie einen separaten Stromanschluss über USB. Mit nur 476 Gramm und Abmessungen von 19 cm x 29,5 cm x 1,5 cm lässt sich das Display problemlos mitführen.

Tragbare Displays bis 14 Zoll

Mobiler Monitore bis 14 Zoll eignen sich für die meisten Reisenden als optimales Zubehör. Mit Hülle sind diese Displays so groß wie Notebooks und passen oft mit in die Laptop-Tasche.

Das GeChic 1303i

Ebenfalls aus dem Hause GeChic stammt das 1303i. Der 13,3 Zoll große tragbare Monitor verfügt ebenfalls, wie sein kleiner Bruder, einen HDMI, MiniDisplay sowie VGA-Eingang und löst mit 1920 x 1080 Bildpunkten auf. Auch einen separaten Stromanschluss besitzt das GeChic 1303i. Das Display wiegt 898 Gramm und misst 22,6 cm x 34,5 cm x 1 cm. Das Display ist das einzige mit Touchfähigkeit und Kopfhörerausgang hier im Beitrag. Über eine VESA-Halterung lässt sich der Monitor an einer Wand befestigen.

Das GeChic On-Lap 1305H

Der On-Lap 1305H ist der Nachfolger des oben erwähnte 1303i. Mit 13,3 Zoll ist der tragbare Monitor gleich groß, mit 685 Gramm jedoch deutlich leichter. Der On-Lap 1305H ist besitzt kein Touch, wird aber mit einer separaten Schutzhülle ausgeliefert, die gleichzeitig auch als Ständer dient. Im GeChic On-Lap 1305H Testbericht konnte das Display überzeugen.

Das HP EliteDisplay S140u

Bei einer Display-Diagonalen von 14 Zoll löst der HP EliteDisplay S140u mit 1600 x 900 Bildpunkten auf. Der mobile Monitor verfügt über eine faltbare Displayschutzhülle. Ähnlich wie von den iPads bekannt, lässt sich die Schutzhülle als Halterung für den Monitor falten. Der HP EliteDisplay S140u wiegt 1,49 Kilo inklusive Hülle und misst 21,71 cm x 34,58 cm x 1,35 cm. Bildsignale und Strom werden über den USB 3.0 Anschluss übertragen.

Tragbarer Monitor ab 15 Zoll

Asus ist in dieser Kategorie der mobilen Displays sehr stark vertreten. Mein Favorit ist das neu erschienene Asus ZenScreen MB16AC. Dieses besitzt einen USB-C Anschluss. Dadurch wird nur noch ein Kabel für die Verbindung mit dem Laptop benötigt.

Asus ZenScreen MB16AC

Das tragbare Display von Asus besitzt einen hybride USB-Typ-C Anschluss. Dieser überträgt Videosignale und Strom und ist mit jedem Notebook kompatibel, dass einen USB-Typ-C- oder USB-Typ-A-Anschluss besitzt. Der Asus ZenScreen MB16AC wiegt trotz 15,6 Zoll nur 800 Gramm und ist maximal 8 Millimeter dick. Das Display hat eine maximale Auflösung von 1920 x 1080.

Damit gehört des Asus ZenScreen zu den weltweit leichtesten und schlanksten tragbare Full-HD-Bildschirmen. Das ZenScreen wird inklusive Asus Smart Case ausgeliefert. Die faltbare Schutzhülle ist nur 1 Millimeter dick und dient gleichzeitig als horizontaler oder vertikaler Standfuß.

Die Asus MB168 und Asus MB169 Serie

Mit 798 Gramm wiegt der Monitor etwa so viel wie zwei iPad Airs und sind deutlich leichter als andere Displays mit der selben Bildschirmdiagonalen. Die Abmessungen sind 23,6 x 37,8 x 0,8 cm. Zusätzlich werden die Asus MB168 und Asus MB169 Displays mit einer Smart Case Schutzhülle für unterwegs ausgeliefert.

Das günstigste Modell Asus MB168B verfügt über eine Auflösung von 1366 x 768 Pixel und löst damit niedriger auf als die etwas teureren Modelle MB169B+ und MB169C+. Laut Hersteller verbraucht das MB168B im Betrieb etwa 5 Watt. Bei Office-Nutzung mit langsamen Bildwechseln zieht der mobile Monitor von Asus etwa 1 A. Das ist für USB 2.0 sehr hoch und überschreitet die Standardspezifikation von 400 mA. Deshalb sollte der Monitor, wie von Asus auch empfohlen, nur an einem USB 3.0 Port betrieben werden. Über den USB 3.0 Port werden auch die Displaysignale an den Monitor übertragen. Der Asus MB168B ist etwa 60 Euro günstiger als die anderen Modelle mit einer höheren Auflösung.

Bei Amazon sind diese Monitore fälschlicherweise als 25,6 Zoll Displays gelistet. Die Produktbeschreibung weißt die Bildschirmdiagonale jedoch korrekt als 15,6 Zoll aus.

Die beiden teureren Modelle MB169B+ und MB169C+ lösen bei gleicher Displaydiagonalen mit der Full-HD Auflösung 1920 x 1080 Pixel auf. Das Modell MB169B+ erhält den Strom ebenfalls über einen klassischen USB-Anschluss

Das MB169C+ verfügt ausschließlich über einen USB-C Anschluss. Über diesen Port bezieht der Monitor gleichzeitig das Bildsignal und den Strom für den Betrieb.

Das GeChic 2501C

Das GeChic verfügt, im Unterschied zu den anderen mobilen Monitoren vom gleichen Hersteller, nur über eine Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten bei einer Displaydiagonalen von 15,6 Zoll. Aber auch hier wird das Display mit Anschlüssen ausgeliefert, die andere Hersteller nicht anbieten. Bildsignale werden über VGA und HDMI entgegengenommen und Strom über einen USB-Anschluss. Bei einem Gewicht von 1029 Gramm misst das GeChic 2501C 26 cm x 38,7 x 1,3.

GeChic 2501C 15.6'' Monitor tragbarer mit VGA und HDMI*
GeChic 2501C 15.6'' Monitor tragbarer mit VGA und HDMI
Preis: EUR 230,00 Prime
Jetzt auf Amazon kaufen*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Das AOC E1759FWU

Das E1759FWU von AOC ist ein tragbarer Monitor mit einer Bildschirmdiagonalen von 17,3 Zoll. Ab wann ein Display nicht mehr wirklich tragbar ist, muss jeder für sich entscheiden. Interessant am AOC E1759FWU ist der integrierte Ständer mit dem das Display vertikal und horizontal aufgestellt werden kann. Letzteres ist insbesondere für Entwickler sehr interessant. Bild und Strom nimmt den AOC-Monitor über einen USB 3.0 Port entgegen.

Das mobile Display wiegt 1,3 Kilo und hat die Abmessungen 25 cm x 41,1 cm x 1,8 cm. Der AOC E1759FWU wird ohne eine Hülle oder Schutz für das Display ausgeliefert. Hier sollte sich der Nutzer selbst drum kümmern. Das 17,3 Zoll Display löst mit 1600 x 900 Bildpunkten auf und verfügt über integrierte Lautsprecher.

Persönliche Meinung

Die Eierlegende-Wollmilchsau gibt es auch bei den tragbaren Monitoren nicht. Leicht sollten die Displays sein und gleichzeitig so viel Displayplatz wie möglich zur Verfügung stellen. Je mehr Anschlüsse ein Monitor bietet, desto vielseitiger lässt sich dieser einsetzen. Aber umso mehr Kabel sind mitzutragen.

Wird der Monitor als zweites Display an einem Laptop betrieben, kann auf einen HDMI und VGA Eingang verzichtet werden. Soll der Monitor auch zur Fehlersuche an anderen Computern genutzt werden, genügt USB als Bildsignaleingang nicht. Möchte ein Fotograf beispielsweise die Digitalkamera anschließen, sind die Displays von GeCHic zu empfehlen. Soll es einfach leicht und mobil sein, machen die Asus Geräte einen sehr guten Eindruck. Insbesondere da diese gleich mit passender Schutzhülle ausgeliefert werden und deutlich leichter vergleichbare Geräte.

  • Tragbare Monitore in der Übersicht

Ein Gedanke zu „Mobiler Monitor: Tragbare Displays für unterwegs

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.