Die große VPN-Wissen Übersicht

Alles was ihr zu einem VPN wissen müsst in einem Beitrag. Datenschutz und Sicherheit werden im Internet immer wichtiger. Ein zuverlässiger VPN oder virtuelles privates Netzwerk ist eine der einfachsten Möglichkeiten, sich und die eigenen Daten zu schützen. Zugleich ermöglichen VPNs auch Zugang zu Webseiten und Inhalten, die für den eigenen Standort sonst blockiert sind.

Aber welcher VPN ist der beste? Wirkt sich ein VPN auf den Ping für Gamer aus? Ist ein kostenloser VPN so sicher wie ein kostenpflichtiger VPN? Wo kann man einen VPN herunterladen?

VPN Wissen: Alles zu den Virtuellen Privaten Netzwerken in der Übersicht

Dieser Beitrag erklärt euch was ein VPN ist, wie ein VPN funktioniert und welche der vielen Anbieter auch wirklich etwas taugen.

Was ist ein VPN?

Ein VPN (Virtual Privat Network) ist ein Dienst, der die Internetverbindung schützt und dem Nutzer mehr Kontrolle über die Sichtbarkeit der Aktivitäten im Internet gibt. Ein VPN ist eine Kombination aus Sicherheit (Schutz des Computers und der Daten) und Datenschutz (Schutz der Person und Identität).

Aber wie sicher ist ein VPN? Ein VPN stellt eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem Computer und einem vom VPN-Dienst betriebenen Server her. Wenn der Computer mit dem VPN-Server verbunden ist, durchläuft der ganze Netzwerkverkehr diesen verschlüsselten Tunnel.

Der Traffic zwischen Computer und VPN-Server lässt sich durch niemanden einsehen. Weder durch den Internet-Provider, den Betreiber eines öffentlichen WLANs, die Eltern, die Schule oder sonstigen Personen.

VPNs schützen die Privatsphäre beim Surfen im Internet, indem sie zwei wichtige Dinge tun.

  1. Ein VPN versteckt die tatsächliche IP-Adresse des Computers und ändert die IP-Adresse durch eine zufällig, von dem VPN-Dienst zugewiesene, Adresse.
  2. Ein VPN sendet den Datenverkehr durch einen verschlüsselten Tunnel, in den niemand hineinsehen kann. Der Internet-Provider sieht zwar, dass eine Verbindung zu einem VPN-Server besteht, mehr aber auch nicht. Webseiten können erkennen, dass eine Anfrage von einem VPN-Server kommt, aber erkennen nicht die IP-Adresse und den Standort des Nutzers. Damit lässt sich kein Profil für das Tracking erstellen.

Die Vorteile eines VPN bringen auch Nachteile mit sich: Die Verschlüsselung des Datenverkehrs und das Umleiten über einen VPN-Server wirkt sich negativ auf die Geschwindigkeit aus. Seid ihr mit ein ausgelasteten VPN-Server verbunden, wird auf keinen Fall die Bandbreite eures Internet-Anschlusses erreicht.

Auch der Ping leidet bei einer VPN-Verbindung. Gamer sollten deshalb immer einen geografisch nahen VPN-Server auswählen. Im Bild unten seht ihr auf der linken Seite die Daten meiner Internet-Verbindung ohne VPN. Rechts mit VPN. Geschwindigkeit und Ping leiden unter dem VPN.

VPN Wissen, VPN Geschwindigkeit Vergleich
VyprVPN Test: Geschwindigkeit und Ping (Bild: Screenshot).

Es gibt immer einen Kompromiss zwischen Sicherheit und Geschwindigkeit. Jeder muss für sich entscheiden, was wichtiger ist. Gute VPN Anbieter stellen jedoch ausreichend schnelle Server zur Verfügung.

Die meisten VPN-Anbieter bieten eine kostenlose Testversion inklusive Geld-zurück-Garantie an. Alternativ bietet sich der Kauf eines 1-Monat-Abonnement an um den VPN-Dienst ausreichend zu testen.

Wie nutzt man einen VPN?

Egal ob ihr einen VPN nutzt oder nicht, folgende zwei Tipps verbessern die Privatsphäre im Internet erheblich:

  1. Verbietet Webseiten den Zugriff auf euren Standort. Konfiguriert den Browser so, dass Standortanfragen von Webseiten verhindert werden.
  2. Ändert den DNS-Server. Anstatt den DNS-Server des Internet-Providers solltet ihr beispielsweise den DNS-Server 1.1.1.1 einrichten. Über den DNS-Server sieht der Internet-Provider alle Anfragen und kann auch Webseiten blockieren.

Ihr habt die Schritte oben durchgeführt und nutzt zusätzlich einen VPN? Jetzt könnt ihr prüfen, ob euer VPN funktioniert.

Am einfachsten geht das über die Webseite Wie ist meine IP-Adresse. Wenn die IP-Adresse die des VPN-Servers entspricht, ist alles in Ordnung.

VPN Wissen, VPN Test der IP Adresse
Test der VPN IP-Adresse (Bild: Screenshot).

Entspricht die IP-Adresse der echten IP, dann funktioniert der VPN nicht richtig. Um das zu Ermitteln kopiert ihr die IP-Adresse von der Webseite und startet eine Google-Suche. Dazu stellt ihr das Wort “IP” vor die eigentliche IP-Adresse.

Zeigt diese Suche euren Standort und die genauen Informationen zu eurem Internet-Provider, stimmt etwas in der Konfiguration des VPN-Dienstes nicht.

Die Webseite IPLeak.net bietet umfangreiche Optionen um den Schutz eines VPN-Servers zu testen. Die Webseite führt eine Reihe von Tests aus, um festzustellen, ob der VPN die IP-Adresse und andere Informationen schützt. Die Webseite ist seriös und hilft bei der Bewertung von VPN-Anbieter.

Zusätzlich ist vor dem Kauf eines VPN zu beachten, wie der VPN-Anbieter mit den Daten der Nutzer umgeht. Lest die Informationen zur VPN-Protokollierung durch. Die Informationen müssen in einer klar verständlichen Sprache verfasst sein und deutlich machen, was gespeichert und wie lange gespeichert wird. Es gibt einige wenige VPN-Dienste, die genau diese Daten an Dritte verkaufen, die sie eigentlich schützen sollten. Man kann nicht vorsichtig genug sein.

Die besten VPN-Dienste

Eine Liste der besten VPN-Dienste findet ihr im verlinkten Beitrag. RandomBrick.de empfiehlt nur die Anbieter, die vorher schon getestet und durch den Autor selbst längere Zeit genutzt wurden. Dazu zählen:

Alle Anbieter sitzen in keinem der 14-Eyes-Länder. Dabei handelt es sich um Länder, die Vereinbarungen zum Austausch von Daten mit anderen Ländern getroffen haben. Hat ein VPN-Dienst den Standort und somit Gerichtsbarkeit in einem der Länder, unterliegt er den Gesetzen des jeweiligen Landes.

Warum Datenschutz wichtig ist

In den USA dürfen Internet-Provider beispielsweise die Webhistorie der Kunden auf dem freien Markt verkaufen. Internet-Provider in Deutschland können Inhalte wie Boerse.to sperren. Webseiten können bestimmte Inhalte nur Nutzern aus dem eigenen Land zugänglich machen. Regierungen können unliebsame Webseiten sperren lassen. Nutzer lassen sich über Webseiten und Geräte tracken und mit Werbung bespielen.

Wird eine Verknüpfung zwischen IP-Adresse und Identität hergestellt, lässt sich diese Verknüpfung monetarisiert. Durch gezielte Werbung beispielsweise. Aber auch durch höhere Preise für Kunden aus anderen Regionen oder Länder.

Schon mal auf dem Computer nach einem neuen Fernseher gesucht und auf dem Handy Werbung dazu gesehen? Genau das ist Tracking. Man mag mit personalisierter Werbung noch einverstanden sein, viel schlimmer ist jedoch, wenn Nutzer bestimmte Inhalte nicht erhalten. Sei es Informationen, Waren oder Zugang nur weil die IP-Adresse aus einem anderen Land stammt.

Ein VPN schützt die Internet-Verbindung. Egal wo und in welchem Netzwerk ein Nutzer unterwegs ist. Gerade in öffentlichen WLANs wie im Café, Hotel oder Zug ist ein VPN pflicht. In diesen Netzwerken tummeln sich so viele Menschen, es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einer davon den Datenverkehr ausliest.

VPN und Gaming: Funktionieren Spiele?

Bei Spielen geht es um das Online-Erlebnis, doch sobald man online ist, entstehen die oben genannten Sicherheits- und Datenschutzrisiken. Ein Angreifer könnte den Benutzernamen und das Passwort für den Gaming-Account auslesen oder versuchen, die Zugangsdaten zum Bankkonto auszulesen.

Zwischenzeitlich gibt es VPN-Dienste mit speziellen Servern für Gamer. Zudem bietet ein VPN auch Vorteile für Spieler:

  • Zugang zu lokalen Servern in anderen Regionen
  • Kauf von Spiele, die im eigenen Land nicht oder teurer verfügbar sind
  • Spielen von Spiele, die im eigenen Land nicht spielbar sind
  • Schutz vor DDoS-Angriffen (Distributed Denial of Service), die von böswilligen Gegnern gestartet werden
  • Zugang zu Gaming-Marktplätzen wie Steam, während man in anderen Ländern unterwegs ist

Ein guter VPN-Anbieter kostet Geld. Der Zugang zu allen Servern mit voller Geschwindigkeit und Support ist nicht umsonst. Aber kann ein VPN kostenlos sein? Es gibt Möglichkeiten auch kostenlos die Internet-Verbindung zu verschlüsseln. Wer keinen Anforderung an eine Auswahl des Servers oder schnelle Geschwindigkeit hat, findet im verlinkten Beitrag drei Möglichkeiten, die Internet-Verbindung kostenlos zu verschlüsseln.

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NordVPN hide.me

Benjamin Blessing

Blogger, Consultant, Reisender. In meiner Freizeit schreibe ich auf RandomBrick.de über Themen zu Technik, Finanzen und WordPress. Von aktuellen Trends bis zu Anleitungen findet ihr hier alles im Blog.

Ein Gedanke zu „Die große VPN-Wissen Übersicht

  • 24. April 2019 um 12:58
    Permalink

    Vor zwei Jahren wusste ich nicht, was ein VPN ist, jetzt kann ich mir meine Surferfahrung nicht mehr ohne es vorstellen. Ich habe es auf jedem Gerät installiert, weil ich zu paranoid bin, um gehackt zu werden (mein Provider ist NordVPN). Außerdem liebe ich es sehr, dass ich Netflix US aus Europa sehen kann.

    Antwort

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