Gedanken zum Gramofon

Der Blogpost über Spotify Playlisten zu Weihnachten hat mich dazu inspiriert, ein paar weitere Worte zum Gramofon niederzuschreiben. Die kleine schwarze Box verrichtet nun seit Anfang September fast tadellos ihren Dienst, weshalb ich jedem Spotify Premium Nutzer das Gerät ans Herzen legen kann. Zu berücksichtigen bleibt, dass das Gramofon erst seit wenigen Monaten auf dem Markt ist, weshalb es einige Verbesserungsansätze gibt.

Nach meinem Testbericht zum Gramofon schreibe ich gerade jetzt wieder, da es eine Rabattaktion vom Hersteller FON gibt. 49 € statt 79 € werden abgerufen, der Versand ist kostenlos, ein fairer Preis für den Streaming-Würfel, der mich stets etwas an die Playstation 4 erinnert. Mattschwarz in Kombination mit glänzendem Schwarz, das hatten wir doch irgendwo schon?

Gramofon

Der Grundgedanke des Gramofons ist, dass weder Laptop noch Smartphone via Kabel zur Musikwiedergabe an die heimische Stereoanlage angeschlossen werden müssen. Die kleine Box lässt sich zudem sauber verstauen. 

Für wen eignet sich das Gramofon?

Prinzipiell für jeden der Spotify Premium nutzt. Das liegt aber nicht am Gramofon sondern an Spotify. Benutzer mit kostenlosem Account steht die Spotify Connect Option nicht zur Verfügung, die für das Streamen von Musik benötigt wird. Bevor man sich das Gramofon gönnt, muss berücksichtigt werden, dass auch eine Stereoanlage oder Aktivboxen benötigt werden. Irgendwoher muss die Musik schließlich kommen.

Das Gramofon kann grundsätzlich an jeden Verstärker angeschlossen werden, der noch einen freien AUX oder Chinch-Eingang besitzt. Aktivboxen wie Studiolautsprecher oder die bekannten PC-Lautsprecher von Logitech oder Teufel eignen sich ebenso. Hier setzt der Geldbeutel die Grenzen. Optische Verbindungen werden nicht unterstützt. 

Zusätzlich wird ein Android oder iOS Smartphone benötigt, auf dem die Spotify App läuft. Über die App kann als Wiedergabegerät das Gramofon ausgewählt werden und schon läuft die Musik über die heimischen Lautsprecher. Dabei bleibt zu beachten, dass die App dem Gramofon quasi die Playliste oder das Lied mitteilt, die abgespielt werden sollen. Die Musik wird über das Gramofon direkt aus dem Internet gestreamt. Das Smartphone steuert nur die Wiedergabe, sendet aber die Musik nicht an das Gramofon. Offline Musik auf dem Handy kann das Gramofon nicht berücksichtigen. Zusätzlich zu Spotify wird noch WahWah unterstützt, andere Streaming-Dienste sind in Arbeit.

Gramofon

Sehr positiv ist anzumerken, dass die Musik über das Gramofon weiterläuft, egal was man am Handy macht. Da sich das Gramofon die Musik direkt aus dem Internet zieht, stören Systemtöne die Wiedergabe nicht. Auch Anrufe können entgegen genommen werden, ohne dass die Musik unterbrochen wird oder der Gesprächspartner gar über die heimische Stereoanlage einen anbrüllt. Selbst das Haus kann verlassen werden, die Wiedergabe wird erst unterbrochen, wenn der Spotify-Account auf einem anderen Gerät die Wiedergabe startet.

Gibt es etwas, das stört?

Ich würde mir wünschen, dass das Gramofon auch vom Computer aus als Wiedergabegerät ausgewählt werden kann. Das geht momentan nicht. Schade, denn die Playlistenverwaltung bei Spotify ist über den Computer viel bequemer. Hier muss stets das kleine Smartphone Display herhalten.

Gelegentlich stoppt die Musikwiedergabe, da das Gramofon als Wiedergabegerät einfach verschwindet. Dann muss man sich eine Minute gedulden, bis es wieder von der App gefunden wurde und die Wiedergabe manuell starten. Das passiert jedoch nicht täglich und ist lediglich ein kleiner Kritikpunkt.

Das Gramofon verbindet sich mit dem heimischen WLAN, in dem es dieses klont oder ein zweites WLAN aufspannt. Zudem erstellt es ein FON WLAN, dass von allen FON Mitglieder kostenlos genutzt werden kann und Zugang zum Internet bietet. Das war vielen Unterstützer der Kickstarter Kampagne anfänglich unklar, auch wenn es groß beworben wurde. Mich stört das nicht, es soll hier nur erwähnt sein, da sich das FON WLAN nicht deaktivieren lässt. Hier steht der soziale Gedanke im Vordergrund.

Gramofon

Schön wäre abschließend auch, wenn die Warteschlangen Funktion aus der Desktop Anwendung oder den Smartphone Apps funktionieren würde. Lieder die außerhalb der ausgewählten Playliste in die Warteschlange gepackt werden, werden erst am Ende der Playliste abgespielt und nicht zwischengeschoben. Hier spielt das Gramofon stur die ausgewählte Playliste ab.

Fazit zum Gramofon

Ich hab die kleine Investition nicht bereut. Wer Zuhause viel Spotify hört, dem wird das Gramofon gefallen. Der Musikgenuss ist von den Computer- und Handygeräuschen losgelöst und wird erst unterbrochen, wenn Spotify woanders gestartet wird. Die Box ist klein und lässt sich sauber im heimischen HiFi-Regal verstauen und dank LAN-Anschluss kann das Gramofon auch als WLAN Repeater verwendet werden.

Quelle: Kickstarter

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2 Gedanken zu „Gedanken zum Gramofon

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