Facebook Aktivitätenprotokoll regelmäßig überprüfen

Sicherheit, Datenschutz und die Privatsphäre des Benutzers sind gern gewählte Themen der Presse und Politiker um gegen Facebook, WhatsApp und andere Dienste im Internet zu schießen. Als WhatsApp die blauen Haken eingeführt hat, war das natürlich alles zum Nachteil der Benutzer. Doch wer schützt die Benutzer vor sich selbst? Wer passt auf, dass nicht jeder (dumme) Gedanke spontan durch die digitale Welt geschickt wird. Nicht jede Information sollte im Internet preisgegeben werden.

Information bezieht sich dabei weniger auf die Informationen, die Konzerne zu Werbezecke verwenden könnten, sondern vielmehr, dass jede Aussage und jedes Bild theoretisch weltweit zu lesen und sehen ist. Unbedachte Aussagen über die im Freundeskreis gelacht werden, können zum Jobverlust führen. Ausufernde Partybilder können bei einem Personaler zu einem schlechten Eindruck und damit zur Bewerbungsabsage führen. Egal was auf Facebook verbreitet wird, es bleibt eben nicht im kleinen Kreis. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig einen Blick auf das Aktivitätenprotokoll zu werfen und die einzelnen Einträge kritisch zu hinterfragen und auf Gesellschaftstauglichkeit zu bewerten.

Das Facebook Aktivitätenprotokoll lässt sich wahlweise über die Facebook App oder den Browser aufrufen.

Facebook App

Im Abschnitt Hilfe & Einstellungen findet sich das Aktivitätenprotokoll.

Facebook Hilfe & Einstellungen (Bild: Facebook App Screenshot).
Facebook Hilfe & Einstellungen (Bild: Facebook App Screenshot).

Das Facebook Aktivitätenprotokoll zeigt alle Aktivitäten des Benutzers auf Facebook an. Vom Kommentar über Beiträge die geliked wurden bis zu den eigenen Posts, geteilte Links oder hochgeladene Bilder sowie Bilder und Beiträge in denen der Benutzer markiert wurde.

Regelmäßiges Prüfen der Facebook-Aktivitäten empfiehlt sich (Bild: Facebook App Screenshot).
Regelmäßiges Prüfen der Facebook-Aktivitäten empfiehlt sich (Bild: Facebook App Screenshot).

Auf Wunsch können hier einzelne Aktionen rückgängig gemacht werden. Zudem wird angezeigt, ob die jeweilige Aktivität nur Freunde oder alle Benutzer (öffentlich) sehen.

Ungewünschte Einträge können entfernt werden (Bild: Facebook App Screenshot).
Ungewünschte Einträge können entfernt werden (Bild: Facebook App Screenshot).

Zudem stehen Filter zur Auswahl, mit denen nach bestimmten Aktivitäten gesucht werden können. Zum Beispiel nur Beiträge, in denen der Benutzer markiert wurde. Das ist hilfreich, um die eigenen Online-Identität von unqualifizieren Beiträgen zu trennen.

Filter erlauben gezieltes Durchsuchen nach verschiedenen Aktivitäten (Bild: Facebook App Screenshot).
Filter erlauben gezieltes Durchsuchen nach verschiedenen Aktivitäten (Bild: Facebook App Screenshot).

Browser

Facebook hat die Erreichbarkeit des Aktivitätenprotokolls erheblich verbessert. Was früher gut versteckt in den Einstellungen verborgen war, lässt sich heute mit wenigen Klicks erreichen. Über das kleine Dreieck rechts oben können weitere Optionen aufgerufen werden. Was in meinem Beispiel auf Englisch angezeigt wird, heißt im Deutschen Aktivitätenprotokoll.

Im Deutschen heißt die Option natürlich Aktivitätenprotokoll (Bild: Facebook Screenshot).
Im Deutschen heißt die Option natürlich Aktivitätenprotokoll (Bild: Facebook Screenshot).

Dort lassen sich alle Facebook-Aktivitäten des Benutzers überprüfen und bearbeiten. Auch im Browser wird angezeigt, welche Aktivitäten nur Freunde und welche für alle zugänglich sind. Über den kleinen Bleistift können unerwünschte Likes und Beiträge entfernt werden. Auf der linken Seite befindet sich wie in der App die jeweiligen Filter, über die beispielsweise nur Bilder oder Beiträge durchsucht werden können, in denen der Benutzer markiert wurde.

Wie in der App stehen auch im Browser verschiedene Filter zur Verfügung (Bild: Facebook Screenshot).
Wie in der App stehen auch im Browser verschiedene Filter zur Verfügung (Bild: Facebook Screenshot).

Persönliche Meinung

Mit den Social Networks und der Möglichkeit, sich der ganzen Welt innerhalb von Sekunden mitteilen zu können, werden die Aussagen der Menschen nicht zwingend gesellschaftstauglicher. Mit 13 oder 14 waren wir alle mehr oder weniger dämlich. Nur konnten frühere Generationen ihre Dummheit nicht grenzenlos verbreiten. Deshalb empfiehlt es sich zwingend, vergangene Sünden über das Aktivitätenprotokoll aufzuräumen. Zudem zeigt die Option, welche Aktivitäten von wem betrachtet werden können.