Eigener VPN-Server: Vorteile und Nachteile

Ein guter VPN kostet Geld. Da liegt die Überlegung nahe, einen eigenen VPN-Server zu Hause zu hosten. Das hat Vorteile, aber auch Nachteile. Macht ein eigener VPN-Server Sinn? Wo liegen die Risiken?

Während ein VPN-Anbieter monatlich mit 2 Euro und bis zu 15 Euro zu Buche schlägt, ist ein eigener VPN-Server im Unterhalt deutlich billiger. Mit einem Raspberry Pi 4 sind die Anschaffungskosten niedrig und der Stromverbrauch hält sich in Grenzen. Für wen lohnt sich ein eigener VPN-Server?

Eigener VPN-Server: Vorteile und Nachteile

Doch neben den Kosten gibt es weitere Aspekte zu beachten. Macht es Sinn einen eigenen VPN-Server einzurichten?

Vorteile eines eigenen VPN-Servers

Wenn du von unterwegs auf dein lokales Netzwerk zugreifen möchtest, ist die Einrichtung eines eigenen VPN-Servers zu Hause eine gute Idee.

Das Hosting eines VPN-Servers in deiner Wohnung bedeutet, dass du im Ausland auf Dateien aus deinem lokalen Netzwerk zugreifen und Netflix wie Zuhause streamen kannst. Auch andere Online-Dienste, die eine Einschränkung nach Standort haben, lassen sich über einen eigenen VPN-Server nutzen.

Wenn der eigene VPN-Server richtig konfiguriert wurde, kannst du den eigenen VPN auch zum Schutz in öffentlichen WLANs verwenden. Deine Internet-Verbindung über das Hotel WLAN oder den öffentlichen Hotspot im Café ist dann verschlüsselt. Die Datenpakete lassen sich nicht mitlesen.

Der VPN verschlüsselt den Internetverkehr zwischen dem Client und dem Server. Abgefangene Datenpakete sind nur Datenmüll.

Zudem ist dir immer bekannt, wem der Server gehört und welche Daten gespeichert werden. Das ist teilweise das große Problem bei VPN Diensten. Dadurch schaffst du mehr Transparenz, welche Daten und Informationen erfasst und gespeichert werden.

Nachteile eines eigenen VPN-Servers

Macht ein eigener VPN-Server Sinn
Macht ein eigener VPN-Server Sinn (Bild: pexels.com).

Die meisten Nutzer sollten jedoch keinen keinen eigenen VPN-Server einrichten. Oft ist es sinnvoller zu einem vertrauenswürdigen VPN-Anbieter wie VyprVPN zu greifen.

Die Einrichtung ist einfacher, es gibt Apps für iOS, Android, Windows und Mac. Die Einrichtung und Konfiguration eines VPN-Servers ist komplex und Fehler in der Konfiguration können zu Sicherheitslücken führen. Fremde können dann die Internetverbindung oder sogar Dateien in deinem Heimnetzwerk auslesen und löschen. Laien können oft nur schwer beurteilen, worauf bei der Einrichtung eines eigenen VPN-Servers zu achten ist.

Wenn deine Internetverbindung eine langsamen Upload-Bandbreite hat, lohnt es sich nicht, einen eigenen VPN-Server zu erstellen. Der Upload Zuhause beschränkt deinen Download unterwegs. Das gilt auch für das Steaming.

Darüber hinaus sollte ein eigener VPN nicht als Datenschutz-Tool für das Internet betrachtet werden. Der eigene VPN verschlüsselt nur den Internetverkehr zwischen dem VPN-Client und dem VPN-Server zu Hause (beispielsweise zwischen iPhone und dem Raspberry Pi). Der Internet Provider und jeder Dritte, der Zugriff auf die von deinem Internet Provider erfassten Daten hat, ist in der Lage, alles zu sehen, was du im Internet machst.

Im Gegensatz dazu schützen VPN-Dienste deine Online-Privatsphäre und halten sich automatisch über die neuesten Sicherheitspatches auf dem Laufenden. Die besten VPNs erfassen keine persönlichen Daten.

VPN-Anbieter haben oft VPN-Server an zahlreichen Standorten weltweit, im Gegensatz zu einem Heim-VPN, das dir nur die IP-Adresse deines Heimnetzwerks zuweist. Mit einem kommerziellen VPN-Dienst kannst du dich mit Servern auf der ganzen Welt verbinden, um auf geografische Inhalte zuzugreifen und beispielsweise den BBC iPlayer über einen VPN streamen.

Die Verwendung von vorgefertigten VPN-Servern ermöglicht es dir, Streaming, Torrent und Surfen bei geschützter Privatsphäre ohne große Sorgen bei der Einrichtung. Die Verwendung eines VPN-Dienstes eines Drittanbieters wird dir höchstwahrscheinlich auch bessere Geschwindigkeiten bieten als ein selbstgebauter VPN-Server.

Persönliche Meinung

Sollte Geld ein Grund für einen eigenen VPN-Server sein, dann wirf einen Blick in die Liste kostenloser VPN. Hier findest du Anbieter, die mit gewissen Abstrichen einen VPN ohne extra Kosten anbieten. Damit lässt sich problemlos die Internetverbindung im Hotel verschlüsseln.

Was du beim Kauf eines VPN beachten musst, findest du im verlinkten Beitrag. Der Preis sollte nicht das einzige Kriterium sein. Viel wichtiger ist die Anzahl an Server und der Umgang mit den Daten. Idealerweise werden diese nämlich überhaupt nicht gespeichert.

Benjamin Blessing

Blogger, Consultant, Reisender. In meiner Freizeit schreibe ich auf RandomBrick.de über Themen zu Technik, Finanzen und WordPress. Von aktuellen Trends bis zu Anleitungen findet ihr hier alles im Blog.

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