bunq: Niederländische Smartphone-Bank startet in Deutschland und Österreich

Mit bunq gibt es ab sofort eine neue Bank in Deutschland und Österreich. Die niederländische Smartphone-Bank bunq expandiert das Geschäftsgebiet und steht seit dem 9. März für Kunden außerhalb der Niederlande zur Verfügung. 

Das 2015 gegründete Start-up besitzt eine niederländische Vollbanklizenz. bunq beschreibt sich jedoch vielmehr als IT-Unternehmen und möchte nicht einfach nur eine Bank für die Hosentasche sein.

bunq: Niederländische Smartphone-Bank startet in Deutschland und Österreich

Einige der Funktionen von bunq kennen Nutzer auch von anderen Banken. Die Kontoeröffnung ist innerhalb weniger Minuten erledigt, Zahlungen erfolgen sofort und bei Kartennutzung erhalten die Kunden eine Benachrichtigung auf dem Smartphone. Mit Slice bietet die Bank eine App zum Aufteilen von gemeinsamen Kosten. Beispielsweise einen Kinobesuch.

Interessant wird bunq bei der angebotenen Schnittstelle für Entwickler. Hier unterscheidet sich das Unternehmen von andere FinTechs. Entwickler können über die öffentliche API Zahlungen aufzusetzen, Connect-Verbindungen erstellen, Karten bestellen und verwalten sowie vieles mehr. Dadurch kann jeder eine App entwickeln und in bunq integrieren.

bunq Gemeinschaftskonto
bunq bietet leicht einzurichtende Gemeinschaftskonten (Bild: bunq.com).

Privatpersonen bekommen bei bunq bis zu 10 kostenlose IBANs als Kontonummern. Die bunq Karte lässt sich in Echtzeit mit jeder der vorhandenen IBANs verbinden. Auch Gemeinschaftskonten sollen sich bei bunq problemlos einrichten lassen um so zusammen über ein Konto verfügen zu können.

Die gelisteten Gebühren von bunq sehen in Ordnung aus. Das Konto gibt es kostenlos. Viele der Funktionen auch. Kartenzahlungen innerhalb des Euroraums sind durch die Kartengebühr von einem Euro abgedeckt. Kartenzahlung außerhalb des Euroraums kosten pro Transaktion 0,04 Euro plus 1,2% des Transaktionsbetrags. Bargeld Abhebung innerhalb des Euroraums werden mit 0,80 Euro berechnet, außerhalb des Euroraums fallen 2,25 Euro plus 1,2% des Transaktionsbetrags an.

bunq steht nicht nur Privatpersonen zur Verfügung. Auch ein Geschäftskonto bietet bunq an. Unternehmen nutzen bunq aufgrund der Möglichkeit von Echtzeiteinblicken und um die Buchhaltung zu vereinfachen.

Persönliche Meinung

bunq möchte die finanziellen Tagesabläufe einfacher und intelligenter gestalten und dabei das Banking-Erlebnis revolutionieren. Für Privatkunden ist bunq kostenlos. Wer eine Karte benötigt, bezahlt dafür einen Euro pro Monat. Das niederländische Unternehmen bietet mit der API einige Funktionen, die ich so noch nicht gesehen habe. Die Bank öffnet sich von Anfang an externen Entwicklern und Firmen.

Das Konto bei bunq ist nicht kostenlos, aber deutlich günstiger in der Nutzung im Vergleich zu vielen Filialbanken oder Großbanken, die zwischen 5 bis 10 Euro Kontoführungsgebühr pro Monat verlangen.

Die niederländische Bank tritt damit in Konkurrenz zu N26 oder yomo. Alle sind Smartphone-Banken, keine davon bietet ein 100 Prozent kostenloses Girokonto an. Dafür zielt das Konzept auf junge und technikaffine Kunden. Immer weniger Kunden gehen in eine Filiale, Banking muss einfach funktionieren. Am besten direkt vom Smartphone.

Quelle: bunq.com

Kommentar verfassen