Wieso ich aufgehört habe Wunderlist zu benutzen

WunderlistIn einem früheren Post habe ich schon Mal erörtert, dass ich kein Freund von Papier bin und das papierlose Büro bevorzuge. Grundsätzlich werden E-Mails nicht ausgedruckt, Rechnungen als PDFs abgelegt, Notizen in Evernote gespeichert und als To-Do Liste verwendete ich bis heute Wunderlist. Der Cloud Dienst wird von dem Berliner Start-Up 6Wunderkinder entwickelt und als Software beworden um den Alltag und das Berufsleben zu organisieren. Der Dienst ist kostenlos, bietet jedoch einen kostenpflichtigen Business Account mit erweiterten Funktionen an. Ich verwende Wunderlist seit mindestens zwei Jahren und hatte es unter anderem auf einem iPad 3, iPhone 4S, LG G2 sowie einem Windows 8 Laptop über den Chrome Browser im Einsatz. Wieso ich Wunderlist ab heute nicht mehr nutzen werde, möchte ich nachfolgend erläutern.

Wunderlist wird hauptsächlich für zwei Aufgaben von mir verwendet. In einer privaten To-Do Liste wird alles notiert, was für mich wichtig ist und ich noch erledigen möchte aber nicht dringend ist. Dringliche Aufgaben trage ich grundsätzlich in meinen Kalender ein. Die Einkaufsliste ist das zweite Aufgabengebiet für das Wunderlist bei mir zum Einsatz kommt. Die Liste teile ich mit meiner Freundin, so sind wir beide immer auf dem Laufenden, wenn einer von uns Einkaufen geht. Fehlt etwas im Haushalt wird es notiert, wurde es gekauft wird es von der Liste gelöscht und dank Smartphones und Internet sind wir beide stets up to date – theoretisch!

Wunderlist Wunderlist

Praktisch weißt Wunderlist folgende – für mich extrem störende – Fehler auf:

  • Die App stürzt nahezu täglich auf einem unserer Smartphones ab (LG G2 und Google Nexus 4). Das nervt, kostet Zeit und sollte zwischenzeitlich nicht mehr vorkommen. Die App ist nicht mehr im Beta Status.
  • Die Synchronisation funktioniert nur sehr langsam. Zugegeben, ich habe keine Ahnung welche Daten im Hintergrund verarbeitet werden müssen. Da es sich im Regelfall um einzelne Wörter handelt, sind die Minuten (keine Sekunden) die eine Synchronisation oft in Anspruch nimmt bis alle Geräte auf dem Laufenden sind, einfach inakzeptabel. Gelegentlich muss die App beendet und neu gestartet werden, um eine anständige Synchronisation zu erzwingen. Momentan warte ich seit 30 Minuten, dass meine Einkaufsliste vom Browser auf das Smartphone gepusht wird.
  • In den letzten 4 Wochen wurde die Einkaufsliste zwei Mal verdoppelt. D.h. die Liste tauchte plötzlich ein zweites Mal auf einem unserer Geräte auf. Dies passierte erst auf dem Nexus 4 und zwei Wochen später in der Browserversion. Wurde die duplizierte Liste gelöscht, waren beie Listen weg – inklusiv aller Inhalte.
  • Flüssiges Arbeiten ist im Browser nicht möglich. Trotz 30 Mbit/s sind die Ladezeiten gelegentlich unerträglich lang oder die Anwendung bleibt stehen.
  • Benachrichtigungen: Es lassen sich zum Glück E-Mail, Push und Desktop Benachrichtigungen ausschalten, innerhalb der App werde ich aber über jede Aktion benachrichtigt. Jeder einzelne Task der zur Einkaufsliste hinzugefügt und entfernt wird löst eine Benachrichtigung aus. Nicht, dass ich den Fortschritt sehen würde wenn ich die Liste öffne.

Wunderlist

Persönliche Meinung: Ich würde Wunderlist mit der Erfahrung nicht im Unternehmen einsetzen. Momentan suche ich nach einem adequatem Ersatz. Eine einfache Synchronisation einer Einkaufsliste / To-Do Liste zwischen mehreren Nutzen auf verschiedenen Smartphones und im Idealfall auch vom Browser aus wäre ideal. Irgendwelche Vorschläge?

2 Gedanken zu „Wieso ich aufgehört habe Wunderlist zu benutzen

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