BitTorrent & uTorrent: Antivirenprogramme bezeichnen die Programme als Schadsoftware

Torrents sicher herunterladen: Anleitung 2020

Das Downloaden von Torrents ist ein einfacher Weg um eine Datei zu erhalten. Dabei spielt es keine Rolle ob es um eine Linux-Distribution oder Filme, Musik oder Spiele handelt. Ein Torrent verteilt die Upload-Last auf viele Nutzer, so dass sich der Download für den einzelnen verbessert. Allerdings ist der Download von Torrents nicht in allen Ländern erlaubt.

Zudem Raubkopieren viele Nutzer Dateien über Torrent und verstoßen dabei gegen lokale oder internationale Gesetze zum Schutze des Urheberrechts. Zudem verteilen einige Kriminelle auch bewusst Viren, Malware und Trojaner über Torrent.

Torrents sicher herunterladen

Wenn du Torrents herunterladen möchtest, solltest du einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, um beispielsweise deinen Computer vor der Infektion durch einen Virus zu schützen. Gleiches gilt auch für unbedarfte Nutzer, die versehentlich eine Datei zum Download anbieten und damit gegen geltende Gesetze verstoßen.

Kontrolliere vor dem Download die Kommentare zur Datei

Es gibt keine 100%ige Sicherheit. Aber wenn du sicher gehen möchtest, dass von einer Datei keine Gefahr aus geht, lese vor dem Download die Kommentare zur Datei.

Finden sich unter einem Torrent viele Kommentare ohne negative Informationen zu Viren oder Malware, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Datei frei von Schadsoftware ist. Sollten sich in den Kommentare Diskussionen zu einer Vireninfektion häufen, solltest du die Datei meiden.

Lade keine Dateien herunter, die anfällig für Viren sind

Gerade gecrackte Programme oder ausführbare Dateien (.bat,.exe und andere) sind sehr anfällig als Träger für versteckte Malware. Kriminelle verteilen diese Programme gerne über Torrent, da die Ausführung sofort zur Installation eines Virus führen kann. Das muss nicht der Fall sein, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch höher.

So vermeidest du Viren

Ein Antiviren-Programm schützt deinen Computer vor allen Arten von Viren und Malware, die in Torrents versteckt sein könnten. Eine Antivirensoftware ist ein Muss für jeden Internetnutzer, auch wenn man keine Downloads über Torrent vornimmt.

Obwohl Windows standardmäßig mit dem Windows Defender ausgestattet ist, können Nutzer alternativ jedes andere Antivirenprogramm (Kaspersky, BitDefender oder andere) installieren.

Windows Defender ist ein anständiges Antivirenprogramm und gut genug, um Viren, Malware, Trojaner und andere Infektionen zu erkennen. Aber unabhängig davon, welche Antivirensoftware du verwendest, achte bei der Auswahl auf ein gutes Antiviren-Programm. Denn einige machen deinen Computer auch langsamer.

Trete einer Torrent-Community bei

Wenn du in einer privaten Torrent-Community unterwegs bist, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass innerhalb dieser Community Malware verseuchte Dateien verbreitet werden. Zudem werden infizierte Dateien schneller erkannt und den anderen Mitgliedern gemeldet.

Schwierig ist der Beitritt in so eine Community. Ohne Einladung ist es unmöglich einer geschlossenen Community oder Forum beizutreten. Oft können neue Mitglieder nur durch Empfehlungen beitreten. Dazu muss man erkannt und bekannt werden in der Szene. Das erreichst du durch aktive Teilnahme und Kommunikation in den großen offenen Torrent-Foren. Wenn du dich dort mit anderen Torrentern anfreunden kannst, erhältst du eventuell auch eine Einladung zu einer privaten Community.

Seeders

Torrents mit vielen Seedern bedeuten im Grunde genommen, dass die Torrents frei von Viren sind, weil andere Leute die Datei schon überprüft und keine Viren gefunden haben. Es ist vielleicht nicht der legitimste Weg, die Dateien zu überprüfen, es wird dir aber definitiv helfen, die Liste zu verkürzen und sichere Torrent-Dateien zu finden.

Viele Seeder sorgen zudem für einen schnelleren Download der Datei. Je mehr Seeder eine Datei anbieten, desto mehr Upload-Geschwindigkeit steht für diese Torrent-Datei zur Verfügung.

Vermeide Tracking

Beim Herunterladen von Torrent-Dateien ist deine IP-Adresse für alle anderen Personen, die den Torrent teilen, öffentlich, da die IP-Adresse dem Torrent-Client hilft, die Benutzer miteinander zu verbinden. Der größte Nachteil ist jedoch, dass die Benutzer dadurch Organisationen ausgesetzt sind, die den Torrent-Verkehr verfolgen möchten.

Dazu gehören Urheberrechtsbehörden, Nachrichtendienste sowie der eigene Internet Provider. Es gibt zahlreiche Maßnahmen, die Nutzer ergreifen können, um die genannten Risiken zu reduzieren oder zu verhindern, dass der eigene Internet Provider die Übertragungsgeschwindigkeit drosselt.

Hole dir einen VPN (Virtual Private Network)

VyprVPN: Mehr Sicherheit bietet kein Anbieter

Mit einem VPN kannst du deinen ganzen Internet-Traffic anonymisieren. Sobald ein VPN auf deinem Computer läuft, wird jeder eingehender und ausgehender Traffic verschlüsselt über einen VPN-Server geleitet. Im Internet ist nichtmehr deine IP-Adresse des Internet Providers (Telekom, Vodafone etc.) sichtbar sondern die des VPN-Servers.

Die besten VPN Dienste kosten nur wenige Euro im Monat erhöhen aber den Schutz beim Surfen um ein Vielfaches. Dein Internet Provider sieht nicht mehr aus du im Internet machst und kann deinen Traffic nicht drosseln. Egal welche Webseite du besuchst oder Datei herunterlädst, diese Inhalte sind jetzt für die Telekom & Co nicht mehr ersichtlich.

Wenn du dich mit einem Server in einem anderen Land verbindest, ändert sich deine IP-Adresse und dein Traffic verschlüsselt. Niemand kann mehr deine echte IP-Adresse erkennen.

Sicherlich haben VPNs einen Nachteil. Erstens erlauben nicht alle VPN-Anbieter den Kunden das Downloaden von Torrents oder die Nutzung von P2P-Software. Deshalb ist es wichtig vorher zu recherchieren. Zweitens können VPNs die Download-Geschwindigkeit reduzieren, da gelegentlich zu viele VPN-Nutzer auf einem Server sind. Im großen VPN Vergleich findest du einen Geschwindigkeitstest zu allen VPN-Anbieter. Die Top Anbieter besitzen zwischenzeitlich alle spezielle P2P-Hochgeschwindigkeitsserver.

Folgende Anbieter eignen sich für den Download von Torrents:

  1. NordVPN: Spezielle Server für P2P-Downloads
  2. VyprVPN: Spezielle Server für P2P-Downloads
  3. PureVPN: Spezielle Server für P2P-Downloads
  4. Ivacy: Spezielle Server für P2P-Downloads
  5. hide.me: P2P auf allen Servern erlaubt

Schließlich solltest du dir einen VPN besorgen, mit strengen Anforderungen an den Datenschutz. Die besten Anbieter speichern keine Logs und erstellen keine Protokolle. Das bedeutet das der VPN-Anbieter keine Informationen zu deinen Aktivitäten im Internet erstellt.

Installiere PeerBlock

PeerBlock ist ein Programm, das deine IP-Adresse versteckt und verhindert, dass die IP-Adresse schwerer zu verfolgen ist. Sollte jemand versuchen deine Torrent-Aktivitäten auszuspähen, schützt dich PeerBlock davor.

Während der Internet Provider möglicherweise noch in der Lage ist, deine Torrent-Aktivitäten zu verfolgen, minimiert PeerBlock den Schaden und du wirst auf jeden Fall Tracker von Drittanbietern vermeiden.

Fazit: So lädst du Torrents sicher herunter

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sicher, privat und anonym Torrent herunterzuladen. Bevor du jedoch damit beginnst, solltest du verstehen, was in deinem Land erlaubt und nicht erlaubt ist. Zudem hilft ein VPN für Torrent. Hierzu gibt es Anbieter mit speziellen P2P-Servern.

Während einige Länder die Torrenting als illegal betrachten, tun andere möglicherweise nichts, selbst wenn Nutzer Dateien kontinuierlich herunterladen. So oder so, es ist besser, ein paar Sicherheitsmethoden zu verwenden, um nicht nur vor Trackern und dem Internet Provider sicher zu sein, sondern auch vor unerwünschter Malware, Infektionen und Viren sicher zu bleiben.

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