Rückblick: Die 1. Woche aus dem Homeoffice

Das Coronavirus COVID-19 verbreitet sich schnell in Deutschland und Europa. Durch die Schließung von Schulen, Kindergärten und Kitas am Freitag den 13.03.2020 haben auch viele Arbeitgeber endlich erkannt, dass Maßnahmen für die Arbeitnehmer notwendig sind. Bei vielen war erst der Druck von außen notwendig, um entsprechende Maßnahmen umzusetzen.

Panisch wurde in vielen Betrieben mit dem 16.03.2020 unterschiedliche organisatorische und technische Maßnahmen veranlasst, um allen Mitarbeitern die Arbeit von zu Hause aus zu ermöglichen. Betriebe, in denen Homeoffice bisher undenkbar war, schreiben sich plötzlich familienfreundliches Arbeiten auf die Fahne.

Rückblick: Die 1. Woche aus dem Homeoffice

Trotzdem höre ich Berichte über Führungskräfte und Geschäftsführer, die die Auswirkungen und die Risiken des Coronavirus noch immer herunter spielen. „Sei ja alles nicht so schlimm.“ und „die Risiken sind kalkulierbar“.

Die Angst der Mitarbeiter wird vollkommen ignoriert. Wer jetzt noch meint, die Gefahr besser als die WHO oder das Robert Koch Institut einschätzen zu können, sollte aus dem Verkehr gezogen werden.

Homeoffice: Aus dem Traum wird Wirklichkeit

Viele Arbeitnehmer arbeiten diese Woche zum ersten Mal von zu Hause aus. Und das dann auch noch gleich für mehrere Tage und perspektivisch auch für die kommenden Wochen und Monate.

Hier stellt sich bei vielen Ernüchterung ein. Homeoffice ist eben nicht mit Laptop und Kaffee am Küchentisch chillen. Einige Arbeitnehmer bemerken, dass sie von zu Hause plötzlich mehr arbeiten. Hierzu teile ich gerne meine Erfahrungen aus 8 Jahre Arbeit von zu Hause aus. Damit bleibt du produktiv und gesund.

Andere Arbeitnehmer stellen fest, dass ein Notebook nicht für die Arbeit von 8 Stunden am Tag, 40 Stunden die Woche, geeignet ist. Zusätzliche Hardware ist notwendig.

Unbrauchbare Tipps

Aktuell schreibt fast jedes Magazin eine Anleitung zur Arbeit im Homeoffice. In diesen Artikeln werden tolle Tools und Software für produktive Arbeit empfohlen.

Dabei vergessen alle, dass die Entscheidung über die Software nicht der Arbeitnehmer sondern der Arbeitgeber trifft. Auf keinen Fall sollte ein Arbeitnehmer irgendwelche Anwendungen ohne Rücksprache mit dem Arbeitgeber installieren und nutzen. Und schon gar nicht Firmendokumente in die Cloud von Google und Co laden und auf dem privaten Computer bearbeiten. Hier drohen Abmahnungen und Kündigungen.

Viel wichtiger für eine gesunde Arbeit im Homeoffice sind vernünftige Büromöbel (Schreibtisch und Stuhl) sowie Hardware (externer Bildschirm, Maus und Tastatur) und ein organisierter Arbeitstag mit Start und Ende. Tipps zur Homeoffice Hardware findest du im Beitrag.

Was wird noch kommen?

Es ist davon auszugehen, dass die Verbreitung des Coronavirus im April weiter zunehmen wird. Die Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung werden steigen. Eine Ausgangssperre droht.

In diesen Wochen werden sich Arbeitnehmer, Arbeitgeber und organisatorische Prozesse einspielen. Unternehmen, die nicht durch einen Stop der Produktion oder Einbruch in der Lieferkette betroffen sind, werden feststellen, dass die Mitarbeiter auch zuverlässig von Zuhause aus arbeiten werden.

Und sind wir ehrlich: Wir alle kennen Mitarbeiter, die in perfektionistischer Weise 8 Stunden pro Tag im Büro verbringen können ohne dabei zu arbeiten.

Unternehmen mit einem geringen E-Commerce- und einem hohen Offline-Anteil werden in starke Schwierigkeiten geraten. Gleichzeitig haben E-Commerce Firmen Lieferschwierigkeiten, aufgrund der gestiegenen Nachfrage.

Wer schnell reagiert, wird von der starken Online-Nachfrage profitieren. Mittelfristig wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass viele Prozesse digitalisiert werden müssen.

Was wird bleiben?

Das Coronavirus führt uns vor Augen, dass die Digitalisierung selbst in den Bereichen möglich ist, die bisher als undenkbar galten.

  • Digitaler Unterricht ohne Kreidetafel und ohne Klassenzimmer ist möglich
  • Mitarbeiter können aus dem Homeoffice arbeiten
  • Kartenzahlungen (kontaktlos) werden bevorzugt
  • Lebensmittel werden verstärkt online bestellt
  • Ärzte ermöglichen Beratungen online

Was ist dein Fazit aus der 1. Woche Homeoffice? Wie hast du dich damit arrangiert? Hat dein Arbeitgeber das Thema bisher proaktiv unterstützt oder unterdrückt? Schreibe mit in den Kommentare.

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