Mario Kart World im Test: Lohnt sich der Switch-2-Launch-Titel?

Mehr als zehn Jahre nach Mario Kart 8 schickt Nintendo mit Mario Kart World endlich einen komplett neuen Serienteil ins Rennen – und das ausgerechnet als Aushängeschild zum Start der Nintendo Switch 2. Statt einzelner Strecken gibt es jetzt eine zusammenhängende, offene Spielwelt, durch die du frei fahren kannst.

Wir haben uns angeschaut, ob die offene Welt mehr ist als ein Marketing-Versprechen, wie sich der neue K.-o.-Tour-Modus spielt und ob der stolze Preis gerechtfertigt ist. Hier kommt unser ausführlicher Test.

Mario Kart World – das erste offene Mario Kart

Mario Kart World ist der erste Serienteil, der exklusiv für die Nintendo Switch 2 erscheint, und gleichzeitig das erste Mario Kart, das von Beginn an als Launch-Titel einer Konsole startet. Das Spiel verbindet sämtliche Strecken auf einer großen Open-World-Karte miteinander: Zwischen den Rennen fährst du selbst von einem Kurs zum nächsten, kannst aber im neuen Freie-Fahrt-Modus auch einfach losziehen und die Welt erkunden. Damit bricht Nintendo erstmals seit Super Mario Kart spürbar mit der gewohnten Formel.

MerkmalAngabe
TitelMario Kart World
Entwickler / PublisherNintendo
PlattformNintendo Switch 2 (exklusiv)
GenreFun-Racer / Rennspiel
Release5. Juni 2025
Spieler lokalSplitscreen bis 4, lokal-drahtlos bis 8
Spieler onlinebis 24
Charaktererund 50 (ein Teil muss freigeschaltet werden)
Auflösung1080p (Handheld) / 1440p (TV-Modus)
Bildrate60 fps im vollen 24-Fahrer-Rennen
USKab 0 Jahren
UVP zum Start79,99 € (Download) / 89,99 € (Modul)

Die offene Welt und der Freie-Fahrt-Modus

Das größte Versprechen von Mario Kart World ist die zusammenhängende Welt. Alle Regionen sind über Straßen, Wasserwege und Schienen miteinander verbunden, und im Freie-Fahrt-Modus kannst du komplett ohne Zeitdruck herumcruisen – allein oder gemeinsam mit Freunden. Überall verstecken sich kleine Aufgaben: blaue P-Schalter mit Fahr-Herausforderungen, versteckte Münzen und Fragezeichen-Felder.

So schön das Erkunden auf den ersten Blick ist, hier liegt auch der größte Kritikpunkt vieler Tests. Als Belohnung gibt es oft nur Sticker, und es fehlt eine ordentliche Übersicht, was du bereits gefunden hast. Mehrere Rezensenten empfanden die Welt als etwas leer und das Sammeln als wenig motivierend. Mein Eindruck: Die offene Welt ist als „Verbindungsstück“ zwischen Rennen genial, als eigenständiges Erkundungs-Highlight aber eher Beiwerk.

K.-o.-Tour: der heimliche Star

Der neue Modus K.-o.-Tour ist für viele das eigentliche Herzstück. Hier startest du mit 24 Fahrern in ein langes Rennen quer durch die Welt, bei dem an Kontrollpunkten regelmäßig die schwächsten Platzierungen ausscheiden – bis am Ende nur noch ein kleines Feld um den Sieg kämpft. Das Prinzip erinnert an ein Battle Royale auf Rädern und sorgt für ein ganz anderes Spannungsgefühl als der klassische Grand Prix.

Genau dieser Modus wird in zahlreichen Tests als das große Highlight gefeiert. Die Mischung aus Tempo, Aufholjagden und dem ständigen Druck, nicht rauszufliegen, ist enorm packend – besonders online gegen echte Mitspieler.

24 Fahrer und der Charakter-Roster

Zum ersten Mal in der Serie treten 24 Fahrerinnen und Fahrer gleichzeitig an – doppelt so viele wie in Mario Kart 8. Der Roster umfasst rund 50 Charaktere, von denen ein guter Teil neu ist. Neben Klassikern wie Mario, Luigi, Peach und Bowser gibt es auch ungewöhnliche Figuren wie eine Kuh, einen Pinguin oder einen Gumba.

Das volle Feld sorgt für herrliches Chaos, gleichzeitig sind die Strecken breiter angelegt, um die Massen zu fassen. Kritik gibt es vor allem an der Freischaltung: Einige Charaktere bekommst du nur über bestimmte Zufalls-Items während eines Rennens, was sich für Komplettisten zäh anfühlen kann.

Technik, Grafik und Sound

Mario Kart World gehört optisch zu den Vorzeigetiteln der Switch 2. Die Welt wirkt detailreicher als bei Mario Kart 8, mit besseren Materialien, schöneren Wasser-Effekten, dynamischem Tag-Nacht-Wechsel und Wetter. Laut Technik-Analysen läuft das Spiel im Handheld-Modus in 1080p und am TV in 1440p; das volle 24-Fahrer-Rennen zielt dabei auf flüssige 60 fps.

Der größte Lobgesang gilt aber dem Soundtrack: Viele Tester bezeichnen ihn als eine der besten Musiksammlungen, die Nintendo je abgeliefert hat – mit neuen Stücken und Big-Band-Remixen aus zahlreichen Mario-Spielen.

Online, GameChat und Mehrspieler

Online treten bis zu 24 Spieler gegeneinander an, und die offene Welt dient praktischerweise als Lobby. Neu ist die Anbindung an GameChat über den C-Knopf der Switch 2: Du kannst dich während des Spielens per Sprach- und Videochat mit Freunden austauschen. In Tests funktionierte das auch über Ländergrenzen hinweg erstaunlich zuverlässig.

Lokal bleibt Mario Kart ein Sofa-Klassiker: Splitscreen für bis zu vier Personen, lokal-drahtlos für bis zu acht. Für Online-Partien brauchst du eine Nintendo-Switch-Online-Mitgliedschaft.

Fazit

ProKontra
K.-o.-Tour ist ein packender, frischer ModusOffene Welt wirkt teils leer, Belohnungen mau
24 Fahrer sorgen für herrliches ChaosKein guter Überblick über gefundene Sammelobjekte
Technisch eine Switch-2-VorzeigeleistungManche Charaktere umständlich freizuschalten
Hervorragender, abwechslungsreicher SoundtrackHoher Einstiegspreis zum Launch
GameChat-Integration funktioniert zuverlässigOnline-Modi nur mit Nintendo-Switch-Online

Mario Kart World ist ein starker, optisch beeindruckender Serienteil und ein würdiger Aushängeschild-Titel für die Switch 2. Vor allem die K.-o.-Tour, das volle Fahrerfeld und der grandiose Soundtrack machen jede Menge Spaß – gerade im Mehrspieler. Die groß beworbene offene Welt ist als eigenständiges Feature dagegen eher Geschmackssache und nicht ganz so spannend, wie der Trailer vermuten lässt.

Unterm Strich: Wer eine Switch 2 hat, kommt an diesem Spiel kaum vorbei. Ob es das ältere Mario Kart 8 Deluxe komplett vom Thron stößt, darüber sind sich die Tester uneins – langweilig wird es auf der Strecke aber garantiert nicht.

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