Die meisten Firmen besitzen keine ausreichende IT-Sicherheit für Homeoffice

Die meisten Firmen sind nicht ausreichend darauf vorbereitet, das Arbeiten aus der Ferne sicher zu unterstützen. Und das obwohl 84% der Unternehmen beabsichtigen, das Homeoffice über die COVID-19-Sperren hinaus fortzusetzen, so der Remote Workforce Report 2020 von Bitglass.

Die Umfrage unter IT-Fachleuten ergab, dass 41% der Unternehmen keine Maßnahmen unternommen haben, um den sicheren Zugang für die Remote-Belegschaft zu erweitern. 65% der Firmen haben persönliche Geräte den Zugriff auf verwaltete Anwendungen ermöglicht.

Die meisten Firmen besitzen keine ausreichende IT-Sicherheit für Homeoffice

Die Studie wurde durchgeführt, um besser zu verstehen, wie gut die Unternehmen aus der Perspektive der Cybersicherheit auf den plötzlichen Anstieg von Remote-Arbeiten als Folge der Pandemie vorbereitet waren.

Von den Befragten gaben 50% an, dass der Mangel an geeigneter Ausrüstung das größte Hindernis für einen sicheren Zugang von Mitarbeitern, die von zu Hause aus arbeiten, sei.

Die Arten von Anwendungen, bei denen Unternehmen am meisten auf Sicherheit bedacht waren, waren Filesharing (68%), Webanwendungen (47%) und Videokonferenzen (45%).

Malware wurde als der am meisten beunruhigende Bedrohungsvektor im Zusammenhang mit der Fernarbeit von IT-Fachleuten (72%) aufgeführt, gefolgt von unbefugtem Benutzerzugriff (59%).

Es überrascht nicht, dass Anti-Malware mit 77% das am häufigsten verwendete Sicherheitstool für die Fernarbeit ist. Es fehlte jedoch der Einsatz von Tools wie Single Sign-On (45%), Data Loss Prevention (18%) und Analyse des Benutzer- und Entitätsverhaltens (11%).

„Diese Untersuchung deutet darauf hin, dass viele Organisationen nicht die Sicherheitsmaßnahmen umsetzen, die zum Schutz ihrer Daten in der aktuellen Geschäftsumgebung erforderlich sind“, kommentierte Anurag Kahol, CTO von Bitglass.

„Die Befragten gaben beispielsweise an, dass die Pandemie zwar die Migration von Benutzer-Workflows und Anwendungen in die Cloud beschleunigt hat, die meisten jedoch keine Cloud-Sicherheitslösungen wie Single Sign-On, Data Loss Prevention, Zero Trust Network Access oder Cloud Access Security Brokers einsetzen.

„Hinzu kommt, dass 84% der Organisationen berichteten, dass sie wahrscheinlich auch nach der Aufhebung der COVID-19 Einschränkungen weiterhin Remote-Arbeit unterstützen werden. Um dies sicher zu tun, müssen sie der Sicherung von Daten in jeder Anwendung, jedem Gerät und überall auf der Welt Priorität einräumen.

Ein weiterer beunruhigender Aspekt der Studie war, dass 63% der Befragten der Meinung waren, dass sich die Fernarbeit auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften auswirken würde, wobei 50% sich speziell auf GDPR beriefen.

Du arbeitest von Zuhause und möchtest dein Homeoffice einrichten? Im verlinkten Beitrag findest du hilfreiche Tipps & Tricks dazu.

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