Mehr Leser: Blog Beiträge schreiben die überzeugen

Wie schreibt man einen Blog Beitrag, der fesselt, überzeugt und für mehr Leser sorgt? Bloggen ist mehr als nur das Schreiben eines Beitrags, einer Anleitung oder einer Meinung. Beim Schreiben geht es nicht nur um die Übermittlung von Inhalten sondern auch darum, den Leser abzuholen und den Leser beim Lesen zu unterhalten.

Jeder Blogger kennst das Problem: Du schreibst einen tollen Beitrag, dein Blog hat tägliche Besucher, aber keine liest diesen tollen Beitrag. Doch woran scheitert der Beitrag und wie schreibst du einen wirklich guten Artikel für deinen Blog, der deine Leser fesselt und zusätzlich geteilt wird?

Mit einem spannenden Beitrag zu mehr Leser: So einfach geht’s!

Dabei spielt es keine Rolle was für einen Blog du hast, jeder Beitrag stellt sich einer kritischen Audience. Dabei liegen die Vorteile von einem überzeugen und mitreisenden Beitrag im Blog liegen auf der Hand.

Liest sich der Artikel gut, bleiben die Leser länger auf deine Website, empfehlen und teilen den Beitrag und besuchen deinen Blog wieder. Dadurch erhält deine Website mehr Reichweite und somit noch mehr Leser.

Wenn du das Gefühl hast, deine Beiträge erreichen nicht genug Interaktionen durch deine Leser, muss das nicht am Inhalt liegen, es kann auch einfach sein, dass die Schreibweise oder Struktur deine Leser vom Lesen abhält.

Doch wie schreibt man einen guten Blog Beitrag, der Leser überzeugt und fesselt?

5 Schritte zum überzeugenden Blog Artikel

Das ist kein Leitfaden für das Schreiben viraler Beiträge, obwohl dein Beitrag durchaus viral werden kann, wenn du diese Schritte befolgst. Vielmehr ist das ein Leitfaden für das Schreiben überzeugender Blog-Beiträge, die bei deinen Lesern Anklang finden und einen Mehrwert für deren Leben schafft.

1. Erstelle eine starke Überschrift

Stelle dir vor, du blätterst in einer Buchhandlung durch die neu erschienenen Bücher. Du hast nicht genug Zeit, um dir jedes einzelne Buch anzusehen. Höchstwahrscheinlich wirst du ein Buch nur dann in die Hand nehmen, wenn es einen fesselnden Titel und ein interessantes Cover-Design hat.

Dasselbe gilt für Blog-Einträge. Die Social Media-Feeds deiner Leser werden mit einem ständigen Strom von Artikeln und Online-Inhalten überflutet. Damit sich dein Artikel von anderen abhebt, brauchst du eine starke Überschrift, die die Aufmerksamkeit der Leser auf sich zieht: etwas, das dem Leser im Austausch für seine Zeit einen Wert bietet.

David Ogilvy, bekannt als The Father of Advertising, soll gesagt haben: „Die Schlagzeilen, die am besten funktionieren, sind diejenigen, die dem Leser einen Nutzen versprechen“.

Ein Nutzen kann dabei alles sein, von Unterhaltung über Lernen bis hin zu Inspiration oder dem Lösen eines Problems. Folgende Artikel ziehen Leser besonders an sich:

  • Anleitungen: „Wie erstelle ich ein Windows-Backup“?
  • Listen: „5 Dinge die jeder Blogger benötigt“
  • Antworten auf Fragen: „Was ist eigentlich WordPress?“
  • Anker-Beitrag: „Alles was du zum iPhone 12 wissen musst“
  • Spannende Nachrichten: „Deshalb sind die Wälder aktuell so trocken“
  • Die Infografik-Post: „So verhinderst du eine Ansteckung mit Viren“

Wenn du die Überschriften für deinen Beitrag erstellst, achte auf folgende vier Punkte:

  • Einzigartig
  • Spezifisch
  • Dringend
  • Nützlich

Selten wirst du alle vier Punkte mit einer Überschrift abdecken können. Zwei sollten es jedoch immer sein für eine spannende und interessante Schlagzeile.

Listen-Beiträge schneiden gut ab, weil sie sehr spezifisch sind, und Anleitungen werden gerne gelesen, weil sie nützlich sind.

Bonus-Tipp: Wenn du eine Überschrift gefunden hast, verpasse deinem Beitrag ein gutes Foto, das die Überschrift unterstreicht. Dieses Foto erscheint, wenn dein Beitrag in sozialen Netzwerken veröffentlicht wird, also stelle sicher, dass es ein Blickfang ist.

Es gibt viele Datenbanken mit Bildern zur kostenlosen Verwendung. Diese Stock Fotos kannst du ohne Lizenzsgebühren auf deiner Website einbinden.

2. Beginne mit einem spannenden Einleitung

Mit der Überschrift hast du die Aufmerksamkeit des Lesers. Der Leser klickt auf deinen Beitrag. Jetzt musst du den Leser genau hier Abholen und zeigen, dass dein Beitrag hält, was die Überschrift verspricht.

Die Einleitung muss den Leser davon überzeugen, weiterzulesen. In der Einleitung legst du dar, was im restlichen Beitrag zu erwarten ist.

Es gibt drei Elemente einer aussagekräftigen Einführung:

  • Der Aufhänger: Falle mit der Türe ins Haus
  • Der Übergang: Stelle das Problem dar
  • Der Lösungsansatz: Skizziere, wie der Beitrag das Problem löst

Das ist in etwa die gleiche Formel, die zum Schreiben von Aufsätzen in der Schule verwendet wird.

Der Aufhänger fesselt die Aufmerksamkeit des Lesers mit einer denkwürdigen Geschichte, einem Fakt oder einer Frage. Normalerweise stelle ich im Aufhänger ein Problem dar, mit dem der Leser konfrontiert wird. Oft möchte ich den Leser direkt mit einer Frage ansprechen. Zum Beispiel: „Hast du manchmal das Gefühl, dass der Tag einfach nicht genug Stunden für alles hat, was du erreichen möchtest?

Der Übergang leitet vom Aufhänger in eine Beschreibung des Problems über. Dabei verwende ich gerne mich oder eine bekannte Persönlichkeit, damit der Leser das Problem besser greifen kann. Im Übergang wird das Problem und die Auswirkungen deutlicher beschrieben. Dabei wird angedeutet, dass ich einen Weg gefunden habe, das Problem zu lösen.

Der Lösungsansatz ist eine Ein-Satz-Zusammenfassung des Beitrags und wie ich dem Leser bei der Lösung seines Problems helfen werde. Zum Beispiel: „Im heutigen Beitrag schaue ich mir fünf verschiedene Möglichkeiten an, wie wir Zeit für das Schreiben einplanen können, auch wenn es so aussieht, als hätten wir keine freie Stunde mehr in unserem Terminkalender.

Das Beispiel oben ist eine Beitrag als Anleitung und soll dem Leser etwas nützliches beibringen.

Bonus-Tipp: Schreibe erst den Hauptteil, dann den Schluss und zu letzt die Einleitung. Das ist die gleiche Empfehlung wie für Aufsätze in der Schule und Hausarbeiten im Studium. Erst wenn du wirklich deinen Text fertig hast, kannst du eine passende Einleitung schreiben. Zudem schreibt sich diese dann leichter.

3. Nutze die Struktur der Heldenreise

Schreiben am Laptop
Schreiben am Laptop (Bild: pexels.com).

Geschichten fügen unserem Schreiben eine weitere Dimension hinzu. Diese faszinierende Infografik zeigt, wie das menschliche Gehirn so verdrahtet ist, dass es auf das Erzählen von Geschichten anders reagiert im Unterschied zu sonstigen Formen des Schreibens.

Du kannst Geschichten verwenden, um deine Hauptpunkte zu veranschaulichen und du kannst auch die Elemente zum Erzählen von Geschichten nutzen, um deinen gesamten Beitrag zu strukturieren.

Wenn ich meine Beiträge schreibe, folge ich der Struktur der Heldenreise, ein Begriff, den der amerikanische Gelehrte Joseph Campbell geprägt hat, um eine der häufigsten Geschichten in der Literatur zu beschreiben.

Denke dabei an die Handlung von Star Wars, Der Herr der Ringe oder Die Odyssee. Alle folgen der gleichen Struktur:

  • Ein Held ist dazu berufen, sich auf ein Abenteuer einzulassen, um irgendein Problem zu lösen. Jede gute Geschichte hat eine Art Konflikt, der die Handlung vorantreibt.
  • Der Held nimmt den Ruf vielleicht nur widerwillig an, merkt aber schließlich, dass sein Leben außer Kontrolle gerät, wenn er das Problem nicht löst.
  • Ein Mentor hilft dem Held, sich auf das Abenteuer vorzubereiten.
  • Nachdem der Held sich einer Reihe von Herausforderungen gestellt hat, erreicht die Geschichte ihren Höhepunkt. Wird der Held das Problem überwinden oder nicht?
  • Der Held geht als Sieger hervor und kehrt gestärkt nach Hause zurück.

Wie kannst du diesen Handlungsstrang für deinen Blog-Beitrag nutzen?

Verwende den Hauptteil deines Beitrags, um deine Leser auf eine Reise mitzunehmen. Dein Held ist dein Blog-Leser. Du bist der Mentor. Teile die Schritte mit deinem Held, die du unternommen hast, um ein Problem zu überwinden, mit dem der Leser konfrontiert ist. Zeige deinen Lesern dann, wie sie sich verändern werden, wenn sie diese Schritte umsetzen.

4. Schreibe einen lesbaren Artikel

Selbst wenn du einen wunderbar fesselnden oder unglaublich hilfreichen Beitrag schreibst, bleiben die Leser vielleicht immer noch nicht zum Lesen da. Die meisten Leser schauen schnell über einen Beitrag, um zu sehen, wie lang er ist. Andere hüten sich vor Klick-Bait und wollen ihre Zeit nicht in etwas investieren, das ihnen keinen Nutzen bringt.

Hier sind drei Schritte, die du unternehmen kannst, damit dein Beitrag überzeugender zu lesen ist:

  1. Glieder deinen Beitrag in kurze Abschnitte mit Untertiteln

Die Unterüberschriften geben deinem Leser eine Gliederung, der er folgen kann und die kurzen Abschnitte machen einen langen Beitrag viel leichter verdaulich.

Du solltest jedoch sicherstellen, dass die Unterüberschrift nicht zu viel verrät oder dass die Leser sich die Mühe machen, jeden Abschnitt zu lesen. Beachte, dass jede meiner Unterüberschriften in diesem Beitrag eine kurze Anspielung auf das ist, was im folgenden Abschnitt folgt.

  1. Verwende kurze Absätze und Sätze

Lange Textblöcke schüchtern den Leser ein, besonders wenn deine Leser auf einem mobilen Gerät deine Website besuchen. Ich versuche, Absätze zu schreiben, die nicht mehr als drei bis vier Sätze lang sind.

  1. Bewerte die Lesbarkeit deines Beitrags

Eine Lesbarkeitsbewertung sagt dir ungefähr, welchen Bildungsgrad jemand benötigt, um deinen Text leicht lesen zu können. Das hilft dir, mit einem gesprächigeren Stil zu schreiben. Ich versuche, meine Beiträge so zu schreiben, als ob ich mit meinem Leser persönlich bei eine Tasse Kaffe in einem Café sprechen würde. Möchtest du noch einen Milchkaffee?

Teilweise gibt es auch Tools zur Bewertung der Lesbarkeit. Das finde ich jedoch schwierig, da diese Programme auf vordefinierten Regeln basieren und alle Texte in die gleiche Richtung drücken.

Bonus-Tipp: Übung macht den Meister. Das klingt abgedroschen, ist aber so. Am Anfang fällt es dir schwer, dich an die Struktur zu halten. Je mehr Beiträge du schreibst, desto einfacher geht dir das Schreiben von der Hand. Erstelle dir eine Check-Liste, an die du dich am Anfang halten kannst.

5. Beende den Beitrag mit einem Aufruf zum Handeln (Call-to-Action)

Du hast deinen Leser auf ein unglaubliches Abenteuer mitgenommen. Was soll er nun mit den Informationen tun, die er gerade gelernt hat?

Normalerweise tituliere ich die Schlussfolgerung meines Blogeintrags als „Persönliche Meinung“. Dort können Leser die wichtigsten Lehren aus meinem Beitrag noch einmal nachlesen.

Als nächstes gibst du deinem Leser einen klaren Handlungsaufruf, dem er folgen soll. Du kannst den Leser auffordern, die gelernten Informationen aus dem Beitrag auf sein eigenes Problem anzuwenden. Du kannst ebenfalls betonen, welche Vorteile der Leser davon hat und die Risiken, wenn er nicht handelt.

Zudem hast du die Chance, eine Beziehung zu deinem Leser aufzubauen.

Gerne schließe ich einen Beitrag mit einer Frage ab und ermutige die Leser, die Frage in den Kommentaren zu beantworten oder die eigene Sichtweise mir über die Kommentare mitzuteilen.

Du kannst deinen Lesern auch zusätzliche Informationen als Download bereitstellen, die die Leser erhalten, sobald sie sich in die E-Mail Liste eingetragen haben.

Vergesse zudem nicht deine Leser zu bitten, deinen Beitrag über Social Media zu teilen. Ein Like & Share ist für viele ein leichter Beitrag.

Benjamin Blessing

Blogger, Consultant, Reisender. In meiner Freizeit schreibe ich auf RandomBrick.de über Themen zu Technik, Finanzen und WordPress. Von aktuellen Trends bis zu Anleitungen findet ihr hier alles im Blog.

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