Bitcoin-Wallet schützen: 10 Tipps für mehr Sicherheit

Bitcoin ist eine digitale Währung mit einem sehr hohen Grad an Anonymität. Die Kryptowährung unterscheidet sich in vielen Dingen von Bargeld, mit einer Ausnahme. Transaktionen lassen sich nicht rückgängig machen. Deshalb ist es wichtig, den eigenen Bitcoin-Wallet zu schützen. Dieser Beitrag listet 10 Tipps für mehr Sicherheit.

Mit steigender Verbreitung und steigendem Wert eines Bitcoin steigt auch das Interesse von Verbrechern an der Internetwährung. Angriffe auf Bitcoin-Börsen zeigen, dass sich der Diebstahl von Bitcoins lohnt. Deshalb ist es wichtig, das Bitcoin-Wallet zu schützen. Einleitende Informationen zur Kryptowährung finden sich im Beitrag Was ist Bitcoin?

Bitcoin-Wallet schützen: 10 Tipps für mehr Sicherheit

Bitcoin-Transaktionen benötigen keine Bank, keine zentrale Clearingstelle und unterliegen keiner Autorität. Sobald eine Transaktion durch das Bitcoin-Netzwerk bestätigt wurde, ist diese unumkehrbar. Es gibt keine Rücküberweisung. Nur der Empfänger der Bitcoins kann diese wieder zurück an den Senden schicken.

Jeder Bitcoin-Wallet enthält Bitcoin-Adressen. Jeder kann die Transaktionen von Adresse zu Adresse einsehen. Aber jeder Wallet kann beliebig viele Adressen erstellen und man sieht nicht den Benutzer hinter einer Adresse. Der Sicherheit des Bitcoin-Wallet betrifft zum einen den Schutz der virtuellen Währung sowie dem Schutz der eigenen Identität.

1. Flexibler Bitcoin-Wallet

Für den Schutz der Privatsphäre sollte ein Bitcoin-Client verwendet werden, der für jede Transaktion auf Wunsch eine neue Bitcoin-Adresse verwendet. Zudem empfiehlt es sich mindestens zwei Bitcoin-Wallets zu nutzen. Ein Wallet für den täglichen Gebrauch, der nur kleine Beträge speichert, und ein Wallet mit dem restlichen Bitcoin-Guthaben.

2. Schutz der Identität

Bitcoin-Transaktionen sind von jedem einsehbar. Deshalb sollten nie Informationen zu eine Bitcoin-Transaktion mit anderen Personen im Internet geteilt werden. Ansonsten lässt sich die Identität einer Person mit deren Bitcoin-Transaktionen in Zusammenhang bringen.

3. Backup des Wallet erstellen

Der Bitcoin-Wallet sollte regelmäßig gesichert werden. Dazu empfiehlt sich ein physikalisches Backup, am besten auf verschiedene Medien und Speicherorte, zu erstellen.

4. Bitcoin-Wallet verschlüsseln

Egal ob online oder offline Wallet. Eine Verschlüsselung mit einem starken Passwort ist Pflicht. Für die Verschlüsselung von Dateien und Festplatten lässt sich beispielsweise VeraCrypt oder Boxcryptor verwenden.

5. Zwei-Faktor-Authentifizierung

Wird ein Online-Dienst als Wallet verwendet, sollte man sich vorher ausführlich über den Anbieter informieren. Ein Anbieter, der eine Zwei-Faktor-Authentifizierung unterstützt, ist zu bevorzugen, ebenso ein Anbieter, der die Nutzung von Hardware-Wallets unterstützt.

6. Treuhandservice beim Shoppen

Wenn man sich nicht kennt und traut, ist es schwer Geschäfte zu machen. Erfolgt erst die Bezahlung oder der Versand der Ware? Für dieses Problem gibt es Bitcoin-Treuhandservice. Dabei sendet der Käufer die Bitcoins an den Treuhandservice und wartet, bis die Ware angekommen ist. Der Verkäufer weiß, dass das Geld beim Treuhandservice angekommen ist und sendet dem Käufer die Ware zu. Nach Erhalt der Ware informiert der Käufer den Treuhandservice und dieser gibt das Geld an den Verkäufer frei.

7. Software-Updates

Jede Software auf dem Computer muss auf dem neusten Stand sein. Täglich werden neue Sicherheitslücken bekannt, die durch Maleware ausgenutzt werden. Deshalb muss das Betriebssystem, der Browser, der Bitcoin-Client und die Antivieren-Software stets aktuell sein. Gleiches gilt auch für Flash. Noch besser ist, wenn Flash deinstalliert wird.

8. Keine mobile Endgeräte

Das Speichern von Bitcoins auf Smartphones und Tablets ist nicht zu empfehlen. Geht das Smartphone verloren, ist das wie der Verlust des echten Geldbeutels. Im schlimmsten Fall sind die darauf gespeicherten Bitcoins verloren. Wird Bitcoin auf einem mobilen Endgerät benötigt, ist Tipp 1 zu berücksichtigen. Es sollte ein extra Wallet mit wenig Bitcoins für das Smartphones verwendet werden. Nicht benötigte Bitcoins auf diesem Wallet werden auf ein anderes Wallet transferiert. Alternativ geht auch die Verwendung eines Online-Dienstes.

9. Multi-Signatur

Bitcoin-Transaktionen können per Multi-Signatur geschützt werden. Dabei ist mehr als nur ein Schlüssel für eine Transaktion notwendig. Diese Schlüssel werden für gewöhnlich auf unterschiedlichen Geräten gespeichert. Ein Angreifer müsste für einen Diebstahl Zugriff auf alle Geräte und Schlüssel haben, um Bitcoin stehlen zu können.

10. Löschung nicht benötigter Wallets

Wird ein Bitcoin-Wallet nicht mehr benötigt, sollte dieses entfernt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass das Wallet auch komplett zerstört wird. Auf Linux-Systemen gibt es hierfür den shred-Befehl. Dabei wird die Wallet-Datei mit wahllosen Daten überschrieben und anschließend gelöscht. Auch Kopien des nicht mehr benötigten Wallets sind zu löschen.

Persönliche Meinung

Bitcoin-Wallets haben mit echten Geldbörsen viel gemeinsam. Einen 100-prozentigen Schutz vor Diebstahl gibt es nicht. Dieser Beitrag listet einige Maßnahmen zum Schutz des Bitcoin-Wallets auf.

Weitere Informationen zur Kryptowährung finden sich im Artikel zu Was ist Bitcoin Mining? Hier wird erklärt wie eine Bitcoin Transaktion funktioniert und wie die Miner Geld verdienen und dabei das Bitcoin-Netzwerk sicherer machen.

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