bankomo: Konkurrenz zu N26 und yomo von den Genossenschaftsbanken

Die DZ-Bank-Tochter ReiseBank arbeitet zusammen mit Wirecard an einem Smartphone-Konto. Die Genossen zielen offiziell auf sogenannte „unbanked“ Kunden. Kunden ohne Konten, beispielsweise Personen mit Migrationshintergrund oder Menschen, die eine hohe Mobilität benötigen. bankomo soll sehr einfach zu bedienen sein und Smartphone-affine Menschen ansprechen.

Das Konto zu bankomo soll binnen weniger Minuten über Video-Authentifizierung eröffnet werden. Die Benutzerführung von bankomo ist in deutscher und englischer Sprache, die (Debit)-MasterCard gibt es ausschließlich auf Guthabenbasis.

bankomo: Konkurrenz zu N26 und yomo von den Genossenschaftsbanken

Zwischen bankomo Kunden steht ein P2P-Geldtransfer über die App zur Verfügung. Dieser beschränkt sich zur Zeit aber nur auf Kunden der bankomo App und funktioniert nicht mit „Geld senden & empfangen“ der VR-Banken. Auch klassische Bankdienstleistungen wie Überweisungen und auch Lastschriften sind möglich.

bankomo App Design
bankomo ist eine Smartphone App für Menschen die noch kein Konto besitzen (Bild: bankomo.de).

Das besondere an bankomo, das Produkt ist rein guthabenbasiert, leicht zu bedienen und verlangt keine Bonitäts-Abfrage oder einen Mindestgeldeingang. Kunden können in der App eigene Limits für die Kreditkarte festlegen, die MasterCard aktivieren und deaktivieren sowie die PIN zur Karte über die App einsehen.

Für die Entwicklung benötigte die ReiseBank zusammen mit Wirecard nur neun Monate. Seit Mitte April ist die Webseite zu bankomo online und entsprechende Produktinformationen sind ersichtlich. Auch eine Vorab-Registrierung ist möglich. Die Verfügbarkeit ist für den Frühsommer geplant. Zu den schon angekündigten Leistungen werden zukünftig noch weitere hinzukommen. Ähnlich wie bei anderen Smartphone-Konten ist ein digitales Ökosystem geplant. Der Fokus liegt dabei auf Lösungen für den internationalen Zahlungsverkehr.

bankomo App Design
Die Genossenschaftsbanken legen mit bankomo ebenfalls ein Smartphone-Konto auf (Bild: bankomo.de).

Für Bargeldeinzahlungen können bankomo Kunden eine der 90 ReiseBank Filialen in Deutschland nutzen. Kostenlose Bargeldabhebungen sind mit der Mastercard Prepaid-Karte an einem der 300 ReiseBank-Geldautomaten deutschlandweit möglich. Apps für bankomo gibt es für iOS und Android.

Persönliche Meinung

Im Unterschied zu yomo wird bankomo nicht nur als reines Smartphone-Konto vertrieben, sondern lässt sich auch über den Webbrowser aufrufen. Dabei wird bankomo jedoch nicht kostenlos sein. Ein Preis dazu wurde noch nicht veröffentlicht. Laut Webseite wird das Konto zu „einem fairen und transparenten monatlichen Preis“ verfügbar sein. Die bankomo-Mastercard Prepaid-Karte ist ohne Aufpreis inklusive.

Wie sich das Konto in der Praxis schlägt, insbesondere im Vergleich zum Platzhirsch N26, hier im Test, wird sich zeigen. Interessant am Produkt bankomo ist die Zielgruppe „unbanked“. Wer bei Kunden mit Migrationshintergrund nur an Flüchtlinge denkt, liegt falsch. Jedes Jahr kommen zahlreiche Personen als angeworbene Arbeitskräfte oder Studenten nach Deutschland. Diese benötigen ein Konto für das tägliche Leben. Gleichzeitig reist dieser Personenkreis oft zwischen der ursprünglichen Heimat und Deutschland.

Quelle: bankomo.de

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