Starte einen erfolgreichen Online-Shop: 8 Tipps

Jahrhundertelang wurde der Erfolg im Handel durch eine einfache Formel definiert. Sichere dir einen profitablen Platz für deinen Wagen. Schreie lauter als deine Konkurrenten, um mehr Kunden anzulocken. Betreibe dein Geschäft zu niedrigeren Kosten, um mehr Gewinn zu machen. Im 21. Jahrhundert ist das nicht mehr so einfach.

Große, lautstarke Marken schaffen es oft nicht, den modernen Verbraucher anzusprechen. Der physische Standort kann eher ein Ärgernis als ein Vorteil sein. Und ein kleines Geschäft kann mit einem schmalen Budget und ohne jeglichen Bestand betrieben werden.

All dies macht es den digitalen Einzelhandelsmarken leichter, sich auch in gesättigten Märkten einen Platz zu erobern. Wenn du einen Online-Shop planst, hast du im Jahr 2022 viel Spielraum.

So startest du einen erfolgreichen Online-Shop

Mit einer einfachen, funktionalen Software kannst du eine Website starten, die dir den Verkauf von Produkten ermöglicht. Aber wie kommst du über das „Minimum Viable Product“ hinaus und bringst dein Unternehmen auf die nächste Stufe? Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

  1. Wähle eine Nische und entwickle einen Geschäftsplan
  2. Wähle deinen Domainnamen
  3. Wähle einen E-Commerce-Website-Builder
  4. Gestalte das Aussehen deines Online-Shops
  5. Füge Produkte zu deinem Online-Shop hinzu
  6. Versand einrichten
  7. Vermarktung deines Online-Shops
  8. Starte deinen Online-Shops

Wähle eine Nische und entwickle einen Geschäftsplan

Der Markt für elektronischen Handel ist sehr vielfältig. Selbst die heutigen Giganten wie Amazon begannen als Nischenanbieter. Recherchiere Hintergrundinformationen über E-Commerce-Nischen, um deinen Schwerpunktbereich zu ermitteln.

Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als ob alle guten E-Commerce-Nischen besetzt sind. Aber das ist nicht wahr. Mit gezielter Recherche kannst du selbst in beliebten Produktkategorien unerfüllte Verbraucherwünsche aufdecken.

Spielzeug zum Beispiel gibt es in Hülle und Fülle. Einige Eltern sind jedoch besorgt darüber, dass ihre Kinder unsicheren chemischen Verbindungen ausgesetzt werden. Nutze die Möglichkeiten deines Zielmarktes, um Lücken zu finden:

  • Soziale Medien – analysiere Bedenken, Beschwerden und Empfehlungsanfragen, die von deiner Zielgruppe geäußert werden.
  • Google Trends – vergleiche das Suchvolumen für verschiedene Produkttypen im Laufe der Zeit und stelle es einander gegenüber.
  • Schaue dir die Bestseller auf Amazon und eBay an – lese die Bewertungen und sehe, was den Käufern fehlt oder worüber sie sich beschweren.

Wähle deinen Domain-Namen

Genau wie der Name deines Unternehmens ist auch der Domain-Name ein eindeutiges Erkennungsmerkmal für deine Kunden. Der richtige Domain-Name kann nicht nur den Weg zu deinem Online-Shop weisen, sondern auch die Markenerinnerung und -bekanntheit verbessern.

Versuche dabei einzigartig zu sein. Exakt übereinstimmende Domain-Name wie spielzeugonlinekaufen.de waren früher bei Kleinunternehmern der letzte Schrei, weil Namen mit vielen Schlüsselwörtern das Ranking in den Suchergebnissen erleichterten. Für die meisten Unternehmen sind diese Namen jedoch nicht ideal.

Entscheide dich stattdessen für einen einzigartigeren Namen. Andererseits solltest du nicht zu kreativ werden, wenn versuchst, verschiedene Wörter zusammenzusetzen. Es könnte etwas ungewollt Beleidigendes oder unangemessen Lustiges dabei herauskommen.

Wähle deinen E-Commerce Website Builder

Es gibt verschiedene Arten von E-Commerce-Plattformen mit unterschiedlichen nativen Funktionen und Erweiterungen. Um die beste Lösung für dein Unternehmen zu finden, solltest du eine Prioritätenliste mit Anforderungen erstellen. Eine Liste der wichtigsten Funktionen und der „Nice to haves“. Analysiere dann verschiedene Open-Source- und SaaS-Lösungen.

Was du bei der Auswahl Ihrer E-Commerce-Plattform beachten solltest. Es mag verlockend sein, mit dem billigsten Website-Baukasten zu beginnen. Der Nachteil ist, dass du deine E-Commerce-Website später möglicherweise migrieren musst, was eine zusätzliche Komplexität darstellt. Denke an die langfristige Perspektive, auch wenn du nur die erste Iteration erstellst.

Frage dich bei der Analyse der verschiedenen Optionen:

  • Kann diese Plattform mit meinem Unternehmen mitwachsen?
  • Werde ich einen Leistungsabfall erleben, wenn mein Unternehmen eine bestimmte Traffic- oder Umsatzschwelle überschreitet?

Gestalte das Aussehen deines Online-Shops

E-Commerce-Website-Builder wie BigCommerce oder Shopify bieten eine große Auswahl an Website-Themes, die nach Branchen geordnet sind.

Wähle eine Vorlage, die deinen Anforderungen am besten entspricht, und passen diese dann an das Branding deines Unternehmens an:

  • Anpassen von Schriftarten und Textgrößen
  • Füge hochwertiges Bildmaterial und Markenelemente hinzu
  • Konfiguriere dein Farbschema
  • Binde Konten in sozialen Medien und Markeninhalte ein
  • Experimentiere mit verschiedenen Seitenlayouts und Produktauflistungstypen

Teilweise finden sich sogar spezialisierte Website-Builder für bestimmte Nischen. Beispielsweise für einen individuellen Kartenshop, bereitgestellt durch die Kartenmanufaktur.

Füge Produkte zu deinem Ihrem Online-Shop hinzu

Damit dein Shop einladend wirkt und deine Produkte leicht zu finden sind, richte deine Produktkategorieseiten ein, schreibe gute Produktbeschreibungen und lade Produktbilder hoch, die sich gut verkaufen lassen.

Produktbilder für den Online-Shop
Produktbilder für den Online-Shop (Bild: pexels.com).

Produktbeschreibungen:

Eine überzeugende Produktbeschreibung geht auf das Problem des Kunden ein, listet die Merkmale des Produkts auf und hebt die wichtigsten Vorteile hervor, um einen Verkauf anzuregen.

Produktbilder:

Knausere nicht bei der Produktfotografie. Beauftrage einen professionellen Fotografen mit den Aufnahmen, wenn du es dir leisten kannst. Wenn nicht, schaffe dir ein hausgemachtes Foto-Setup, um attraktive E-Commerce-Fotos zu schießen.

Produktkategorien:

Die Website-Taxonomie hilft bei der Erstellung und Verwaltung von Beziehungen zwischen verschiedenen Produktseiten. Insbesondere Produktkategorien sind notwendig, um Ihren Katalog richtig darzustellen und Ihr Inventar besser auffindbar zu machen.

Versand einrichten

Als Nächstes musst du herausfinden, wie neue Produkte zu den Besitzern gelangen werden. Eine wirksame E-Commerce-Versandstrategie ist von entscheidender Bedeutung, da 56 % der Verbraucher nach einer schlechten Liefererfahrung nicht mehr bei einem Händler kaufen. Achte also darauf, alle Enden zu sortieren.

Lege deine Versandpolitik fest. Eine Versandpolitik setzt die richtige Erwartung bei neuen Kunden. Du musst die Kosten, Bedingungen und eventuelle Einschränkungen deiner Lieferung klar kommunizieren.

Wähle Versandlösungen für den elektronischen Handel. Du kannst Versandtarife vergleichen, Versandetiketten drucken und Versandaktualisierungen mit Versandlösungen automatisieren. Bevorzuge Versandlösungen, die du problemlos in deine E-Commerce-Plattform integrieren kannst und so konfigurieren kannst, dass sie deinen Arbeitsabläufen entsprechen.

Vermarkte dein Online-Geschäft

Der schlimmste Albtraum eines jeden Unternehmers ist es, am Tag der Markteinführung keine aktiven Besucher in Google Analytics zu sehen. Um sicherzustellen, dass du dein Shop vor virtuellen Besuchern strotzt, musst du Folgendes tun:

  • Setze Prioritäten für verschiedene E-Commerce-Marketingkanäle
  • Entwickle eine Werbestrategie für diese Kanäle vor der Markteinführung

Um Besucher zu einem neuen Online-Shop zu bringen, verlassen sich die meisten Shops auf:

Soziale Medien: Beginne mit dem Aufbau deines Online-Publikums, bevor deine Website fertig ist. Veröffentliche kurze Produktvorschauen, Teaser und Einblicke hinter die Kulissen, um die Vorfreude zu steigern. Kündige dann den geplanten Starttag an und sorge für zusätzliches Engagement, indem du allen Followern spezielle Rabatte/Promos anbieten.

Wenn du einen Nischen-Shop eröffnest (z. B. einen, der alte Poster verkauft), kannst du auch zusätzliche kostenlose Werbung erhalten, indem du dich in Nischen-Online-Communities und -Foren vernetzen.

Influencer-Marketing: Unternehmen, die keine Zielgruppe haben, sollten vor und nach der Markteinführung auf Influencer-Marketing-Kampagnen setzen. Der große Vorteil des Influencer-Marketings ist, dass du dreifachen Nutzen daraus ziehst:

  • Steigerung der Markenbekanntheit/Erinnerung
  • Engagement für Ihre organischen Inhalte
  • Direkte Leads und Verkäufe

Influencer-Partnerschaften in der Anfangsphase können dazu beitragen, die ersten Verkäufe zu erzielen und die Sichtbarkeit deiner Website in den Suchmaschinen zu erhöhen, da interessierte Verbraucher den Namen deiner Marke/Domain in die Suche eingeben. Dies ist ein starkes positives Ranking-Signal.

Bezahlte Werbung: Gezielte Kampagnen auf Facebook, Instagram und Pinterest können die Entdeckung von Marken und Produkten ebenfalls erleichtern. Wie bei anderen Performance-Marketing-Strategien liegt der Vorteil hier eindeutig darin, dass du nur für sinnvolle Aktionen zahlst – Klicks, Besuche, Anfragen, Verkäufe.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) und E-Mail-Marketing sind eher langfristig angelegte Strategien. Beide brauchen mehr Zeit und Investitionen, um „durchzustarten“. Aber je früher du damit beginnst, desto schneller wirst du eine positive Wirkung erzielen.

Stelle also sicher, dass du vor dem Start eine grundlegende On-Page-SEO einrichten. Nach dem Start kannst du dann mit Content-Marketing und Off-Page-SEO beginnen.

Erstelle außerdem eine Reihe von Anmeldeformularen auf der Website und schaffe Anreize für die Anmeldung (z. B. einen Rabatt für die erste Bestellung), um deine E-Mail-Liste vom ersten Tag an wachsen zu lassen.

Starten dein Online-Geschäft

Sobald du deine Website in die Produktion überführt hast, solltest du die Website einem kurzen Test unterziehen, um sicherzustellen, dass du in Bezug auf Design, Leistung und Navigation alles richtig gemacht hast.

Hier ist eine kurze Checkliste:

  • Überprüfe alle Call-to-Actions und Formulartitel auf der Homepage und den Landing Pages.
  • Teste deine Kaufabwicklung.
  • Überprüfe die Integrationen für die Zahlungsabwicklung (Kreditkarten, PayPal, Stripe, usw.).
  • Stelle sicher, dass alle Bilder hochauflösend und gut optimiert sind.
  • Suche nach fehlenden Produktbeschreibungen, Merkmalen und Kategorien.
  • Überprüfe die Navigation deiner Website.
  • Verbinde Helpdesk-E-Mail und/oder Helpdesk-Software.
  • Prüfe, ob alle Links und Formulare funktionieren.
  • Prüfe, ob alle Steuern korrekt eingestellt sind.
  • Teste deinen E-Mail-Marketing-Dienstleister.
  • Vergewissere dich, dass das gesamte Inventar richtig aufgelistet ist.
  • Teste, ob Gutschein-/Promo-Codes funktionieren.

Prüfe auch, ob dein digitales Schaufenster auf dem Desktop und auf dem Handy gleichermaßen gut funktioniert.

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