Schleichwerbung: Britische Regulierungsbehörde nimmt Kampf gegen versteckte Werbung auf

Marketing-Firmen sind sich einig: Die beste Werbung ist Werbung, die vom Kunden nicht als Werbung erkannt wird. Die beste Werbung ist Werbung, die von einer unabhängigen dritten Person als Empfehlung ausgesprochen wird. Und genau das ist in vielen Ländern nicht erlaubt. Trotzdem versuchen unzählige Marketing Firmen versteckt Produkte auf Webseiten, Blog oder in VLog zu platzieren. Eine britische Regulierungsbehörde geht dagegen jetzt aktiv vor.

In Großbritannien gilt ein ähnliches Gesetzt gegen Schleichwerbung wie in Deutschland. Wurde der Autor oder das Unternehmen für das veröffentlichen eines positiven Artikels oder das Platzieren eines Produkts bezahlt, muss dieser Beitrag als Werbung kenntlich gemacht werden. Dafür werden die Beiträge häufig als „Sponsored Post“ gekennzeichnet. Der Leser muss erkennen, dass es sich um Werbung handelt.

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Die Startseite von RandomBrick.de (Bild: Benjamin Blessing).

Schleichwerbung: Britische Regulierungsbehörde nimmt Kampf gegen versteckte Werbung auf

Viele Marketing-Firmen, aber auch Unternehmen, bevorzugen es jedoch, dass die Werbebeiträge nicht als solches zu erkennen sind, da die Conversion-Rate dann deutlich besser ist. Die Competition and Markets Authority (CMA) Behörde hat deshalb die britischen Marketing-Firmen Starcom Mediavest und TAN Media aktiv angeprangert, da diese Firmen die Platzierung von Werbung auf Webseiten, Blogs und in VLogs forciert haben. Die CMA hat auch weitere Unternehmen angeschrieben und darauf hingewiesen, dass ein Verstoß gegen das britische Verbraucherschutzgesetz nicht toleriert wird. Dazu wird auch noch zeitnah ein offener Brief veröffentlicht, um auf die Konsequenzen hinzuweisen.

Persönliche Meinung

Bedauerlicherweise hat die CMA die entsprechenden Firmen nur angemahnt und keine harten Konsequenzen folgen lassen. Nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Deutschland, ist Schleichwerbung ein Problem dem sich keine annimmt. Auch RandomBrick.de wird regelmäßig mit der Bitte kontaktiert Beiträge ohne entsprechende Kennzeichnung zu veröffentlichen. Dazu zählt auch ICS-digital, die als OMRUK Schleichwerbung für Dell hier im Blog platzieren wollte. Nach dem ich darüber berichtet habe, wurde ich einige Monate später sogar aufgefordert, den Beitrag zu löschen. Der Aufforderung habe ich widersprochen. Es ist traurig zu sehen, dass sich Webseiten und Blogger für ein paar Euros so prostituieren und ihre Leser hinters Licht führen.

Werbung wird hier im Blog immer als solche gekennzeichnet. Artikel für die ich Produkte zum Testen erhalten habe, erwähnen diesen Umstand ausdrücklich im Beitrag. Aus der Zusendung eines Produkts leitet sich für mich kein Zwang für einen positiven Testbericht ab. Beispielsweise erwähnt der ionas-Server Home Test ausdrücklich die Umstände, die mir am Produkt nicht gefallen. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Wer schenkt schon einem Beitrag glauben, in dem das Produkt vom Himmel herabgelobt wird?

Quelle: Engadget UK

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