Kontist: Banking-App für Freelancer und Selbstständige

Von Kontist werden die Wenigsten bisher gehört haben. Das liegt daran, dass das Startup aus Berlin mit dem Girokonto für Freelancer und Selbstständige überhaupt noch nicht auf dem Markt ist. Und trotzdem hat das junge Unternehmen schon mehrere Millionen zur Finanzierung eingesammelt. Kontist möchte das N26 für Selbstständige und Freelancer werden und mit innovativen Funktionen dieser Kundengruppe die Arbeit bei der Verwaltung der Finanzen erleichtern.

Hinter Kontist stecken die Gründer Christopher Plantener, Madison Bell, Sebastian Galonska und Alexander Baatz. Mit den eingesammelten Millionen möchten die Gründer ihr Produkt Anfang 2017 auf den Markt bringen. Die Idee zu Kontist entsteht aus dem Frust, wie Banken und Sparkassen mit Selbstständigen umgehen. Die Produkte einer Kreissparkasse seien laut den Gründern nicht auf die Bedürfnisse von Freelancern und Selbstständigen ausgerichtet.

Kontist: Banking-App für Freelancer und Selbstständige

Mit dem eingenommenen Geld wird die Weiterentwicklung der Banking-App vorangetrieben. Zur Zeit arbeiten zwölf Mitarbeiter für Kontist. Das Startup besitzt selbst keine Banklizenz und kooperiert hierfür mit der Berliner Solarisbank. Bei der Bank liegen dann auch die Konten der zukünftigen Kunden. Laut Kontist verwenden die ersten 1.000 Beta-Nutzer schon das Konto.

Das Startup arbeitet an einem intelligenten Geschäftskonto für Selbstständige, welches einige Aufgaben rund um die Finanzen automatisch erledigt. So soll es beispielsweise 6 Unterkonten für Steuer sowie Sparen geben und die Einkommens- und Umsatzsteuerrücklagen sollen automatisch gebildet werden. Zusätzlich wird an einer papierlosen Kontoeröffnung innerhalb von 5 Minuten gearbeitet, Kontobewegungen sollen per Push-Benachrichtigungen angezeigt werden und Kontist arbeitet zudem an einem Frühwarnsystem bei Zahlungsengpässen.

Noch gibt es bei Kontist nicht viel zu sehen, Interessierte können sich aber auf der Webseite für eine Einladung bewerben. Das Geschäftskonto bei Kontist soll kostenlos sein und eine Master-Card gibt es mit dazu. Wie Kontist Geld verdienen möchte, wurde bis jetzt noch nicht genannt.

Persönliche Meinung

Verstehen Banken ihre Kunden überhaupt noch? Sind Banken digital genug für den modernen Kunden? Die Anzahl der auf den Markt drängenden FinTechs zeigt, dass es ein Bestreben gibt, die Banken-Branche zu verbessern. Digital und intuitiv reicht langfristig jedoch nicht aus. FinTechs müssen den Kunden einen wirklichen Mehrwert bieten um langfristig überzeugen zu können. Kunden sind aufgeklärter und wünschen sich deutlich mehr Kontrolle über die eigenen Finanzen.

Auch N26 hat für das Jahr 2017 ein Konto für Geschäftskunden angekündigt. Es bleibt spannend und abzuwarten, was auf die etablierten Banken und Sparkassen zu kommt. Im N26 Test zeigt das junge Unternehmen aus Berlin, wie ein Smartphone-Konto auszusehen hat. Noch fehlen viele wichtige Bankdienstleistungen, mit der kürzlich erworbenen Banklizenz sollte das aber bald keine Problem mehr darstellen.

Quelle: Kontist.com

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