DKB: Weltweit kostenlos Geldabheben wird eingeschränkt

Seitdem das herkömmliche Zinsgeschäft kaum noch Gewinne abwirft, kämpfen Banken und Sparkassen um neue Ertragsfelder. Vor Negativzinsen im Privatkundengeschäft scheuen sich die Banken (noch). Viele haben aber zwischenzeitlich die Girokontopreise wieder für sich entdeckt und diese entsprechend nach oben angepasst. Die Deutsche Kreditbank wirbt weiter selbstbewusst mit Kein Aber: DKB-Cash ist und bleibt kostenlos. Eine kleine Bedingung hat sich aber zwischenzeitlich eingeschlichen. 

Die Direktbank aus Berlin verlangt weiterhin keine Gebühren für die Kontonutzung. Auch Geldabheben mit der kostenlosen Kreditkarte bleibt kostenfrei. Jedenfalls innerhalb der EU. Ab 2017 können DKB-Kunden außerhalb der EU nur noch dann kostenlos Geld abheben, wenn mindestens 700 Euro pro Monat auf dem Konto eingehen. Damit der DKB die Bestandskunden nicht davon rennen, werden diese vom 01.12.2016 für ein Jahr lang als Aktivkunde eingestuft, auch wenn sie die Kriterien dafür nicht erfüllen. Als Aktivkunde wird man bei der DKB dann eingestuft, wenn ein Geldeingang von mindestens 700 Euro monatlich erfolgt.

DKB: Weltweit kostenlos Geldabheben wird eingeschränkt

Wer nach Ablauf der Einjahresfrist nicht als Aktivkunde zählt, bezahlt für Bargeldabhebungen außerhalb der EU 1,75 Prozent des Umsatzes an Gebühren. Auch der Zinssatz für den Dispositionskredit erhöht sich für Nicht-Aktivkunden von 6,9 Prozent auf 7,5 Prozent pro Jahr. Damit knüpft die Bankt ihr Kernversprechen, ein kostenloses Girokonto, an eine Bedingung.

Da viele Kunden der DKB nur die Gratisleistungen in Anspruch nehmen und die Bank als Zweitbankverbindung nutzen, versucht die Tochter der Bayerischen Landesbank die Kunden zum Wechseln zu motivieren. Dieser Schritt dürfte im aktuellen Marktumfeld und mit steigenden Girokontopreisen denkbar einfach sein. Denn laut der Zeitschrift Finanztest gibt es nur noch 25 echte Gratiskonten. Einige davon sind im Vergleich der kostenlosen Girokonten aufgelistet.

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Persönliche Meinung

Der Schritt macht einen wohlüberlegten Eindruck. Während viele Banken gierig vorpreschen und die Preise für Girokonten teilweise erheblich erhöhen, reduziert die DKB nur einen Teil der Gratisleistung, und das auch nur, wenn eine bestimmte Bedingung nicht erfüllt wird. Aktivkunden sind von der Änderung überhaupt nicht betroffen. Dagegen sollen Nicht-Aktivkunden in Aktivkunden umgewandelt und zum Wechsel bewogen werden.

Nach dem die Kreissparkasse Waiblingen die Kontoführungsgebühren erhöht hat, habe ich ebenfalls den Wechsel zu einer Direktbank angetreten. Viele Kunden benötigen die Filialen nicht mehr und Direktbanken geben diesen Kostenvorteil durch günstigere Konditionen an ihre Kunden weiter. Meine Erfahrung dazu finden sich im 1822direkt Testbericht.

Sind für euch die Girokontogebühren ein Grund die Bank zu wechseln? Benötigt ihr noch eine Filiale oder setzt ihr lieber auf Online-Banking, Apps und Smartphone? Schreibt mir eure Meinung in den Kommentaren.

Quelle: Süddeutsche.de

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