Safety First: Auch im Umgang mit Computer und Daten

DatensicherungGestern las ich einen Newsletter mit dem der Autor generell das Bewusstsein seiner Leserschaft auf die notwendige Sicherheit im Umgang mit Computer und Information Systemen schärfen wollte. Der Grund: Wir arbeiten täglich mit mehreren PCs, Systemen und Diensten und sind deshalb zu einem gewissen Grad von deren Funktionsfähigkeit abhängig. Gleiches gilt aber auch für den Zugriff, die Integrität und Verfügbarkeit der gespeicherten Daten. Deshalb die vorweihachliche Frage:

Wie sieht es bei euch mit Datensicherung, Virenschutz und Passwörtern aus?

Ich möchte an dieser Stelle zusammenfassen wie das alles handhabe.

Datensicherung

Externe Festplatte, USB Stick, NAS Storage

Ein Must-Have ist ein externer Speicher für wichtige Daten wie Bilder, Musik und Dokumente. Diese Daten werden bei mir monatlich auf einer externen Festplatte gesichert, so dass im Falle eines Falles eine Kopie der Daten vorhanden ist. Da man zu Vergesslichkeit neigt, habe ich mir dafür eine monatliche Erinnerung im Kalender eingerichtet. Diese erinnert zu Beginn jeden Monats um 20:00 Uhr ein Backup zu machen. Als Software kommt PureSync zum Einsatz. Die Software ist kostenlos  und wird regelmäßig mit Updates versorgt. PureSync kann zum Beispiel so eingerichtet werden, dass beim Verbinden eines USB-Sticks oder einer externen Festplatte eine bestimmte Datensicherung automatisch gestartet wird.

PureSync

 

Der Dienst vergleicht vorhandene Daten mit Neuen und überträgt nur geänderte und neue Dateien. Nicht mehr benötigte Dateien können auf Wunsch automatisch gelöscht werden. Auf diese Weise sind Primärquelle und Zielquelle immer identisch.

 

Die Cloud

Weitere Redundanz kann per Cloud Speicher hinzugefügt werden. Je nach dem wie viel und für was gibt es Speicher kostenlos oder für einen monatlichen oder jährlichen Betrag. Cloud Speicher schützt die Daten für das Worst Case Szenario: Computer und externe Festplatte sind im gleichen Haus und kommen abhanden.

Während des Studiums habe ich Dropbox genutzt um stets eine aktuelle Version meiner Hausarbeiten zu haben und alle benötigten von jedem Computer, Tablet und Smartphone abrufen zu können. Dem Prof kurz ein Entwurf schicken, kein Thema. Einer Kommilitonin den Artikel weiterleiten, welchen man via Google Scholar gefunden hat, easy. Der Verlust der Hausarbeit oder Thesis wegen unzureichender Datensicherung wird kaum noch als Entschuldigung für eine verpasste Deadline akzeptiert.

Passwörter

Regelmäßig neue Passwörter

Sehr wichtiges aber auch leidiges Thema. Viele werden es von der Arbeit kennen. Monatliches ändern der Passwörter ist Pflicht. Um den Systemansprüchen an ein sicheres Passwort gerecht zu werden, kommt man sich oft wie ein Raketenwissenschaftler vor. Was im Job jedoch gang und gäbe ist, wird Daheim oft ignoriert. Hand auf’s Herz, wann habt ihr für die wichtigen Dienste das letzte Mal euer Passwort geändert? Bis vor kurzem hatte ich bei vielen Diensten noch das Passwort mit dem ich mich vor Jahren angemeldet habe. In einem mehrstündigen Akt habe ich vor einer Woche ALLE Passwörter bei wichtigen und für mich kritischen Diensten geändert. Wieso?

Vor einigen Wochen hatte Adobe Millionen an Kundendatensätzen verloren. Emailadressen und Passwörter zusammen sind kurz darauf als vollständige Liste im Internet aufgetaucht. Mich hat das auch betroffen, aber von Adobe wurde ich nicht darauf aufmerksam gemacht. Evernote hatte sich jedoch die Mühe gemacht den Datensatz mit den eigenen Kunden auszugleichen und mailte alle Kunden an, die bei Adobe und Evernote mit der selben Emailadresse angemeldet sind. Evernote bat um die Änderung des Passworts sollte man das Gleiche wie bei Adobe verwenden. Das führt zu einem weiteren Problem. Was für Passwörter und wie merkt man sich diese?

Das Passwort

Meine Passwörter sind immer die Anfangsbuchstaben von Sätzen welche mit einer Zahl kombiniert wurden. Das lässt sich leicht merken und ist sicher. Zum Beispiel:

Das ist das Haus vom Nikolaus 74

DidHvN74

Jetzt hat man ein achtstelliges Passwort mit sechs Buchstaben und zwei Zahlen. Das ist ausreichend sicher und lang genug für die meisten Dienste. Für jeden wichtigen Dienst solltet ihr ein anderes Passwort verwenden für den Fall, dass der Dienst kompromittiert wird. Ja das nervt, kostet Zeit und ist aufwendig. Aber das ist der Preis der Sicherheit.

Virenschutz und Updates

Virenschutzprogramme gibt es kostenlos und kostenpflichtig. Hier muss jeder selbst entscheiden wie viel Sicherheit man bentöigt. Bis jetzt haben mir die kostenlose Dienste von Avira oder AVG AntiVirus gute Dienste geleistet. Norton AntiVirus war mir persönlich immer zu penetrant, die 30 Tage Testversion auf neuen PCs sowie die sehr starke Integration ins System hat bei mir einen negativen Eindruck hinterlassen. Norton AntiVirus ist das Erste, dass von einem neuen PC deinstalliert wird. Wichtig ist jedoch, dass ihr ein Antivirenprogramm installiert habt.

Und aktiviert die automatische Installation von Updates. Die Installation kommt nicht immer gelegen, hilft jedoch Einfallstüren schnell zu schließen. Das gilt nicht nur für das Betriebssystem sondern auch für Programme. Viele Programme haben eine Auto-Update Möglichkeit. Falls nicht, schaut regelmäßig von Hand nach neuen Versionen.

Persönliche Meinung: Das klingt alles nach viel Arbeit, besonders hinsichtlich der Passwörter. Bei mir hat sich das alles aber gut in den Alltag integriert und die Gewissheit, dass die Daten gesichert sind, dass das Passwort sicher ist und das ein Virenschutz noch ein Auge auf meine Dateien hat, beruhigt doch ungemein.

Ein Gedanke zu „Safety First: Auch im Umgang mit Computer und Daten

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