Hinter den Kulissen der Entwicklung von Spielautomaten

Wer Glücksspiele mag, kommt um die einarmigen Banditen kaum herum. Fand man sie früher in Spielhallen und Kneipen, haben Spielautomaten mittlerweile auch längst die Welt der Online Casinos erobert. Immer kreativere und umfangreichere Spiele kommen auf den Markt.

Doch wie funktionieren Spielautomaten eigentlich? Wie programmiert man die einarmigen Banditen, wie steht es um die Gewinnchancen und was ist dran am Mythos, um die mögliche Manipulation der Automaten?

Darum sind Spielautomaten so beliebt

Spielautomaten sind farbenfroh, unterhaltsam und unglaublich einfach zu verstehen. Obwohl die Slots immer vielschichtiger werden und mit den unterschiedlichsten Features und Bonusrunden ausgestattet werden können, bleibt die Grundidee doch immer dieselbe.

Der Spieler legt seinen Einsatz fest oder wirft eine Münze ein und bringt das Spiel in Gang. Die Walzen bewegen sich und der Spieler hofft auf eine gewinnbringende Kombination.

Dabei sind sowohl kleine als auch größere Einsätze möglich, je nach gewähltem Spielautomaten. Damit sind die einarmigen Banditen für den Glücksspiel-Fan eine einfache und spannende Möglichkeit, schnell Geld zu gewinnen, sofern denn die Glückssträhne einsetzt.

Während einige Spielentwickler auf einen klassischen Aufbau mit drei Walzen setzen, haben moderne Spielautomaten meist fünf oder gar sechs Walzen und sind an abwechslungsreichen Thematiken kaum zu überbieten.

Der Spieler kann sich in den Wilden Westen entführen lassen, nach Atlantis abtauchen oder eine Party am Strand feiern – natürlich immer mit den passenden Symbolen und Bonusrunden.

Die Hersteller für Casino Spiele wissen um den Konkurrenzkampf innerhalb der Branche und werden immer kreativer, was die Themenwelten angeht. Auch saisonale Spielautomaten gibt es mittlerweile, genauso wie Slots, die zum Beispiel an Rockbands oder berühmte Filme angelehnt sind. 

Vom Konzept zur Entwicklung eines Spielautomaten

Automatenspiele sind leicht zu verstehen. Der Spieler muss kein aufwendiges Regelwerk studieren, um sein Glück zu versuchen. Tatsächlich ist der Entwicklungsprozess selbst aber gar nicht so einfach, wie man meinen könnte.

Nicht selten dauert es ein Jahr, bis ein Spielautomat etwa in einem Online Casino live gehen kann: Es braucht einen Spieldesigner, Webentwickler, Server-Entwickler und Mathematiker. Auch ein Projekt-Manager wirkt in der Regel mit, Spieletester sind ebenfalls unerlässlich. 

Hilfreich ist bei der Entwicklung eines neuen Automatenspiels, dass es mittlerweile verschiedene Systeme gibt, auf welche die Entwickler immer wieder zurückgreifen können. Nehmen wir als Beispiel einen der größten Spielhersteller überhaupt.

Bei neuen Spielautomaten, die von NetEnt auf den Markt gebracht werden sollen, kann das daran arbeitende Team auf bereits bestehende Grundgerüste zurückgreifen. Trotzdem müssen diverse Entscheidungen getroffen werden, was die Grafiken, Sounds und allgemeinen Spielabläufe betrifft.

Zufallszahlengenerator: So wird Fairness garantiert

Ohne den Zufallszahlengenerator kann es keinen Spielautomaten geben, es handelt sich damit quasi um die Basis eines jeden Automaten. Der Zufallszahlengenerator, auf Englisch Random Number Generator oder kurz RNG, ist bei jeder Runde im Einsatz.

Er läuft immer im Hintergrund und schafft es, in jeder Minute einige tausend Zahlen zu generieren. Seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass jedes Ergebnis jeder einzelnen Runde völlig auf dem Zufall basiert. Das heißt auch, dass jede Runde unabhängig von der vorherigen laufen muss.

Aufsichtsbehörden, die Spielautomaten online wie auch offline kontrollieren, nehmen den Zufallszahlengenerator genau unter die Lupe. Weder ein Online Casino noch der Spieler können Einfluss auf das Ergebnis nehmen.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Betrugsfälle, bei denen Gauner tatsächlich Erfolg hatten. Früher konnte man Spielautomaten in Gaststätten und Spielhallen wesentlich leichter manipulieren.

Dafür kamen etwa Magneten zum Einsatz. Auch das Steckerziehen ist eine beliebte Methode, die erst vor Kurzem wieder für Schlagzeilen sorgte. Insgesamt ist es mittlerweile aber schwierig bis unmöglich, die Funktionsweise von Automatenspielen zu manipulieren. Besonders Online Casinos gelten als betrugssicher, was nur fair ist, immerhin halten sich die Casino-Betreiber ebenfalls an strenge Richtlinien.

Verschiedene Varianzsysteme

Die Varianz bestimmt das Risiko. Hat der Spielautomat eine geringe Varianz, so kann der Spieler häufiger mit kleineren Gewinnen rechnen.

Bei Automaten mit mäßigem Risiko, also einer mittleren Varianz, kommen vermehrt Features zum Einsatz, die die Gewinne erhöhen können. Wer Glück hat, gewinnt auf diese Weise mehr als bei Spielen mit niedriger Varianz, doch das Verlustrisiko ist gleichzeitig etwas höher.

Als Letztes gibt es dann noch die Automaten mit hoher Varianz. Diese sind mit den größten Jackpots ausgestattet. Spieler brauchen aber häufig einen langen Atem, um diese knacken zu können. Die Automaten sind zudem oft mit Multiplikatoren ausgestattet, die die Gewinne sehr in die Höhe schießen lassen. Wer bei diesen Spielen gewinnt, gewinnt statistisch gesehen mehr – das Risiko ist aber größer.

Die verschiedenen Varianzen sollen unterschiedliche Spielertypen ansprechen. An dieser Stelle entscheiden die Entwickler also, auf welche Spieler ein neuer Automat abzielen soll.

Was bestimmt den Erfolg eines Spielautomaten?

Hersteller müssen es schaffen, am Zahn der Zeit zu bleiben und mit ihren technischen Entwicklungen immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Neue Betriebssysteme, Browser und Plattformen erfordern Flexibilität und schnelle Änderungen.

Auch juristische Entscheidungen beeinflussen die Automatenspiele, gegebenenfalls müssen auch hier unverzüglich Anpassungen möglich sein.

Wer heutzutage mithalten möchte, muss außerdem auch in Sachen Bonusfunktionen kreativ werden. Gab man sich früher noch mit der Risikoleiter von Merkur zufrieden, so gibt es heute ausgeklügelte Bonusspiele und interaktive Features.

Symbole können wie Lawinen über die Walzen rollen oder explodieren, Wilds breiten sich aus, Scatter-Symbole schalten unzählige Freispiele frei. Auch zum Slot-Thema passende Charaktere sind oft Teil des Konzepts und werden innerhalb der Bonusrunde aktiv.

Das zeigt sich beispielsweise beim Klassiker Gonzo’s Quest aus dem Hause NetEnt, bei dem der Abenteuer und Entdecker Gonzo mit seinem Hut gewinnbringende Münzen einfangen kann.

Die Technik der Spielautomaten entwickelt sich stetig weiter, die Spiele werden komplexer. Obwohl es sich auch weiterhin um Glücksspiele handelt, hat der Spieler bei vielen Slots mittlerweile weitaus mehr Entscheidungsfreiheit als früher.

Es kann aus verschiedenen Funktionen ausgewählt werden und sogar Geschicklichkeitsspiele sind bei skill-basierten Spielautomaten heutzutage Realität. 

Am Ende entscheiden also verschiedene Faktoren über den Erfolg eines Automatenspiels: Die Zielgruppe muss bestimmt und das Thema grafisch gut umgesetzt werden. Auch ausgefallen dürfen die Themenwelten heutzutage gern sein, denn alles andere gibt es bereits.

Spieler werden außerdem über spannende und lukrative Bonusrunden und Features angelockt, die das Gewinnpotential steigern und eine Abwechslung zum Basisspiel darstellen. Das Ziel ist es, den Spieler möglichst lange bei der Stange zu halten und dazu zu motivieren, zu dem Spiel zurückzukehren.

So entsteht am Ende in Zusammenarbeit mit einem großen Team hoffentlich ein neues Automatenspiel, das genau den gewünschten Spielertyp anspricht und das man immer wieder gern spielt.

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