Handy vor einem Angriff schützen

Auch ein Handy ist vor Angriffen nicht sicher. Wie du dein Smartphone sicherer machst und die Chance auf einen Angriff reduzierst, erklärt dir dieser Beitrag. Mit wenigen einfachen Schritten ist dein Handy vor einem Angriff sicher.

Wieso solltest du dich überhaupt um die Sicherheit von deinem Smartphone kümmern? Ist das Handy nicht sicher genug? Da bei vielen das Handy zum zentralen Computer im Leben wurde, ist es durchaus sinnvoll über den Schutz des Smartphones nachzudenken.

Handy vor einem Angriff schützen

Die meisten Schritte zum verbesserten Schutz wirken sich gar nicht oder nur kaum auf die Nutzung des Handys aus. Folgendes kannst du für mehr Sicherheit auf dem Handy tun:

Router absichern

Fast alle Handys sind heute Smartphones und benötige Zugang zum Internet. Ohne Internet geht es nicht, da fast alle Apps und Funktionen über das Internet Daten beziehen. Somit ist der Router Zuhause eine zentrale Schwachstelle.

Handy gegen Angriff sichern
Router absichern (Bild: pexels.com).

Mache deinen Router sicherer, damit kein Angreifer sich in das Netzwerk einschleichen und deine Geräte angreifen kann. Um den Router sicherer zu machen, solltest du folgende Schritte unternehmen:

  • Ändere das Standard-Passwort des Routers
  • Aktualisiere die Firmware des Routers regelmäßig
  • Aktiviere WPA2 Verschlüsselung für das WLAN
  • Verwende ein komplexes Passwort für das WLAN
  • Das Passwort sollte sonst nirgends verwendet werden

Bei den meisten Routern lassen sich die Änderungen über die Weboberfläche vornehmen. Dazu benötigst du die IP-Adresse des Routers oder die URL, beispielsweise fritz.box bei der FRITZ!Box. Solltest du einen Mesh-Router haben, gibt es für die Administration eine App.

Sollte dein Router schon etwas älter sein und der Hersteller keine neue Firmware mehr anbieten, denke darüber nach einen neuen Router zu kaufen. Moderne Router bringen deutlich mehr Funktionen mit. Beispielsweise Mesh-Netzwerke.

Verwende Passwörter nur einmal

Jedes Smartphone sollte über ein Passwort abgesichert sein. Zusätzlich kannst du auch den Fingerabdruck-Scanner oder die Gesichtserkennung verwenden. Verwende dieses Passwort nur auf diesem Handy und sonst nirgends. Das gleiche gilt auch für Apps und Online-Dienste. Vergebe für jeden Dienst ein eigenes Passwort. Verwende Passwörter nicht wieder.

Jedes Gerät, für das du ein Konto erstellst, sollte ein eindeutiges, sicheres Passwort haben. Wenn du Passwörter über mehrer Dienste wiederverwendest, besteht die Gefahr, dass durch eine kompromittierte Einheit alle weiteren Geräte mit dem gleichen Passwort gefährdet sind.

Verwendet für jeden Dienst ein eigenes Passwort
Verwendet für jeden Dienst ein eigenes Passwort (Bild: picjumbo.com).

Wenn jemand versucht dein Facebook zu hacken und dabei auch noch erfolgreich sein sollte, sind bei unterschiedlichen Passwörter alle anderen Dienste sicher.

Damit du dir die ganzen Passwörter merken kannst, verwende am besten einen Passwort Manager. Dienste wie LastPass oder Dashlane helfen beim Erstellen von langen und komplizierten Passwörter und speichern diese für dich.

Ein Passwort Manager eignet sich eben nicht nur zum Speichern von Anmeldeinformationen für Websites, sondern eigentlich für alle Anmeldedaten. Darüber hinaus können sichere Notizen, Dateien, Lesezeichen und mehr in einem Passwort Manager gespeichert werden.

Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist eine zusätzliche Sicherheitsebene zum einfachen Passwort. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung geben Nutzer nach der Eingabe des Passworts einen zusätzlichen Identitätsnachweis ab. Typischerweise kommt dieser in Form eines Codes, der entweder zufällig von einer Handy-App erzeugt oder per SMS zugesandt wird. Damit verhinderst du, dass sich dein WhatsApp hacken lässt. Denn ohne den zweiten Faktor, kein Zugang zu den Nachrichten.

Viele Online-Dienste bieten zwischenzeitlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Etwas hinterher hinken noch viele Anbieter von Smarthome-Geräte, das bessert sich aber langsam. Sowohl Nest als auch Wyze bieten jetzt eine Zwei-Faktor-Authentifizierung an.

Sicherheitskameras gehören zu den Geräten, die am ehesten über eine Zwei-Faktor-Authentifizierung verfügen und du solltest diese unbedingt verwenden. Ansonsten kann es schnell passieren, dass Hacker auch einfach mal über die Sicherheitskamera bei dir Zuhause zuschauen. Die zweistufige Authentifizierung kann helfen, dies zu verhindern.

Überprüfe jede App und jeden Online-Service und aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Software auf allen Geräten regelmäßig aktualisieren

Wie beim Router sollte auch die Software auf dem Handy immer aktuell sein. Egal ob iOS oder Android, sobald ein Update bereitsteht, solltest du dieses installieren. Damit schützt du dich beispielsweise vor der heimlichen Installation von Spionage Apps.

Aber auch Updates für Apps sollten regelmäßig installiert werden. Am besten aktivierst du automatische Updates für Apps. Damit bekommst du nicht nur neue Funktionen sondern auch Sicherheitsupdates schneller.

Dein Smartphone funktioniert noch aber der Hersteller stellt keine Updates bereit. Dann empfehle ich trotzdem den Umstieg auf ein neues Handy. Verkaufe dein altes Smartphone am besten bei eBay. Dann gibt es noch etwas Geld dabei.

Nutze kein öffentliches WLAN

Öffenliches WLAN im Café
Öffenliches WLAN im Café (Bild: pexels.com).

Die meisten Mobilfunkverträge bieten mehr als ausreichend Datenvolumen. Selbst für kleines Geld bekommt man schon zwischen 5 und 10 GB pro Monat inklusive Telefonflat.

Deshalb gibt es kaum noch einen Grund ein öffentliches WLAN zu verwenden. Denn du weißt nicht, wer dort sonst noch unterwegs ist. Angreifer können sich ebenfalls in diesem öffentlichen WLAN tummeln und den ganzen WLAN-Traffic mitschneiden.

Wenn du trotzdem ein öffentliches WLAN nutzen musst, verwende einen VPN Dienst um deine Verbindung ins Internet zu verschlüsseln. Damit schützt du deine Datenpakete vor neugierigen Augen.

Persönliche Meinung

Mit wenigen Schritten machst du dein Handy sicherer und schützt es vor einem Angriff. Egal worauf es ein Hacker abgesehen hat, ein sicheres Passwort und die Zwei-Faktor-Authentifizierung übernehmen schon einen großen Teil.

Getrennte Passwörter für jeden Dienst verhindern, dass sich Instagram hacken lässt und der eine Hack alle weiteren Dienste kompromittiert. Solltest du zu viele Passwörter haben, greife zu einem Passwort-Manager.

Benjamin Blessing

Blogger, Consultant, Reisender. In meiner Freizeit schreibe ich auf RandomBrick.de über Themen zu Technik, Finanzen und WordPress. Von aktuellen Trends bis zu Anleitungen findet ihr hier alles im Blog.

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