Apple: Antiviren Apps für iOS sind irreführend

Apple hatte vor einigen Tagen sogenannte Anti-Viren-Software aus dem App-Store geworfen mit der Begründung, die Apps würden Nutzer in dem Glauben lassen, dass es Viren für iOS geben würde. Die Aktion hat wenig Verständnis bei den Anbietern der Antiviren-Apps hervorgerufen.

Intego, der Hersteller der iOS-App VirusBarrier, veröffentlichte den von Apple genannten Grund für den Rauswurf aus dem App-Store. Der iPhone-Hersteller störte sich an der Produktbeschreibung von VirusBarrier und nannte diese „irreführend“. Nutzer würden im Glauben gelassen, dass es Viren für iOS geben würde. Neben der App von Intego sind in letzter Zeit weitere Apps aus dem App-Store entfernt worden, die in die Kategorie Malware und Antivirus fallen.

Apple iOS 8 (Bild: Apple Press Images).
Apple iOS 8 (Bild: Apple Press Images).

Laut Intego würde die App-Beschreibung klar kommunizieren, dass die Anwendung ausschließlich einzelne Dateien auf Cloud-Laufwerken oder E-Mail-Anhänge nach Viren scannen würde. Ein Einspruch gegen den Rauswurf aus dem App-Store war bisher erfolglos, Apple beharrt auf seinen Standpunkt.

Persönliche Meinung

Mit Angst lässt sich Geld verdienen. Und wenn es kein Risiko gibt, wird eben ein Risiko impliziert. Bis jetzt gab es keine nennenswerte Malwarefälle unter iOS. Sicherheitsforscher haben nachgewiesen, dass Schadsoftware unbemerkt in den App-Store eingeschleust werden konnte, um anschließend begrenzte Aktionen unter iOS durchzuführen. Dazu war jedoch immer die bereitwillige Installation des Nutzers notwendig. Viele der bekannten Sicherheitslücken wurden mit den Updates auf iOS 7 und iOS 8 geschlossen.

Quelle: Heise.de

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