New York Post Reporterin: Ermittlungen wegen Leaks

Die New Yorker Polizei, die auf der Suche nach einer Quelle für durchgesickerte Polizeifotos ist, hat den Twitter-Account einer Journalistin der New York Post vorgeladen.

Das New York Police Department (NYPD) ersuchte Zugang zu den Twitter-Daten von Tina Moore, der Leiterin des New York Post Police Bureau, nachdem die Reporterin ein fast unheimliches Talent zeigte, Fotos der letzten Knüller zu erschnüffeln.

New York Post Reporter: Ermittlungen wegen Leaks

In einer Vorladung vom 9. Dezember verlangte die Polizei, dass Twitter vom 9. bis 14. Oktober 2019 Informationen im Zusammenhang mit dem Konto @tinamoorereport herausgibt.

Um diese Zeit herum twitterte Moore eine Reihe blutiger Tatortfotos, die ein Massaker in einer Spielhalle in Harlem zeigten, bei dem drei Tote und vier Verletzte zu beklagen waren.

Twitter wurde angewiesen, der Polizei Zugang zu allen E-Mail-Konten, Servern und Internet-Protokolladressen zu geben, die mit Moores Social-Media-Konto in Verbindung stehen, zusammen mit Informationen über alle angeschlossenen Geräte.

Merkwürdigerweise wurde der Patriot Act – ein nach dem 11. September 2001 verabschiedetes Anti-Terrorismusgesetz – als Grund dafür angeführt, dass Twitter der Aufforderung nachkam.

Die Polizei riet Twitter, 90 Tage nach dem Ausstellungsdatum der Vorladung niemanden über diese zu informieren. Die Offenlegung der Vorladung könnte, so die Polizei, den Verlauf der Ermittlungen behindern.

Twitter scheint diesen Rat jedoch ignoriert zu haben, da die Vorladung in die Hände der New York Post gelangte, die das Dokument am Donnerstag, dem 13. Februar, vollständig auf ihrer Website veröffentlichte.

Das NYPD zog die Vorladung am Mittwoch zurück, nachdem sich Anwälte der Post an die Abteilung gewandt hatten.

„Wir führen eine Untersuchung durch, um die Person zu identifizieren, die Fotos vom Tatort durchsickern ließ“, sagte das NYPD in einer Erklärung.

„Tina Moore stand nie im Mittelpunkt unserer Untersuchung.“

Der Wortlaut der Vorladung implizierte, dass die Polizei mehr daran interessiert war, Informationen über die Geräte zu erhalten, die Moore zur Verbindung mit Twitter benutzte, als Informationen über das Konto selbst zu entdecken.

Die Nachricht, dass Moores Aufzeichnungen Gegenstand einer Vorladung gewesen waren, kam nur wenige Tage nachdem das NYPD zwei Beamte wegen angeblich durchgesickerten Videos über einen dramatischen Schießereivorfall, der sich in einem Bahnhofsgebäude in der Bronx ereignete, vom Dienst freigestellt hat.

Benjamin Blessing

Blogger, Consultant, Reisender. In meiner Freizeit schreibe ich auf RandomBrick.de über Themen zu Technik, Finanzen und WordPress. Von aktuellen Trends bis zu Anleitungen findet ihr hier alles im Blog.

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