Fortnite für Nintendo Switch 2 im Test: 60 FPS, Maussteuerung und ein echter Generationssprung

Auf der originalen Switch war Fortnite zwar beliebt, aber technisch immer ein Kompromiss: 30 FPS, matschige Texturen, lange Ladezeiten. Mit der Nintendo Switch 2 wollte Epic Games das Battle Royale endlich auf ein Niveau heben, das näher an PC und großen Konsolen liegt.

Wir haben uns angeschaut, was die neue Hardware aus dem Dauerbrenner herausholt – und ob sich der Umstieg lohnt. Spoiler: Der Unterschied ist deutlich größer, als ein bloßes „läuft jetzt flüssiger“ vermuten lässt.

Fortnite Switch 2 im Test – was die neue Version bietet

Fortnite ist als eigene „Switch 2 Edition“ verfügbar und bleibt weiterhin Free-to-Play. Statt eines einfachen Aufgusses der alten Version hat Epic einen nativen Port mit dem vollen „Desktop“-Renderer gebaut. Das Ergebnis: höhere Bildrate, deutlich bessere Auflösung, größere Sichtweite und Features, die auf der alten Switch komplett fehlten – allen voran die Maussteuerung über die Joy-Con 2.

MerkmalDetails
GenreBattle Royale / Sandbox-Shooter
EntwicklerEpic Games
PlattformNintendo Switch 2 (eigene Edition)
PreisFree-to-Play
Bildrate60 FPS (vorher 30 FPS auf Switch 1)
Auflösung (Dock)2176 × 1224
Auflösung (Handheld)1600 × 900
SteuerungJoy-Con 2, Pro Controller, Maus-Modus (Joy-Con 2)
BesonderheitenReplay-System, GameChat, Capture-Button, Kleidungsphysik
Nicht enthalten„Rette die Welt“ (Save the World)

Fortnite Switch 2 Test: 60 FPS statt 30 FPS – der größte Sprung

Der wichtigste Punkt zuerst: Fortnite läuft auf der Switch 2 stabil mit 60 Bildern pro Sekunde, sowohl im Dock als auch im Handheld-Modus. Auf der alten Switch warst du auf 30 FPS festgenagelt – in einem schnellen Shooter, in dem jede Millisekunde zählt, ein echter Nachteil. Der Unterschied fühlt sich nicht nur an wie „doppelt so flüssig“, sondern verändert spürbar, wie reaktionsfreudig sich Bauen und Zielen anfühlen. Ein 120-FPS-Modus wie auf PS5 oder Xbox Series ist allerdings nicht an Bord.

Auflösung, Sichtweite und Grafik im Test

Auch optisch legt die Switch-2-Version deutlich zu. Im Dock-Betrieb rendert das Spiel mit 2176 × 1224, im Handheld-Modus mit 1600 × 900 – beides klar über den Werten der alten Switch. Dazu kommen höhere Sichtweiten (Gegner und Loot tauchen aus größerer Distanz auf), bessere Texturen, sauberere Schatten und ein hochwertigeres Wasser-Rendering. Sogar Kleidungsphysik ist aktiviert. In Summe wirkt das Bild ruhiger und detaillierter, ohne dass du dafür zur großen Konsole wechseln müsstest.

Maussteuerung in Fortnite auf der Switch 2: Setup & Pro-Settings

Das Alleinstellungsmerkmal der Switch 2: Du kannst einen oder beide Joy-Con 2 als Maus nutzen. In Fortnite ersetzt der Maus-Modus den rechten Analogstick – du zielst also über den optischen Sensor des Controllers, fast wie am PC. Bei UI-Menüs erscheint ein Cursor, ZR (bzw. ZL beim linken Joy-Con) dient als „Primärklick“. Linkshändern empfiehlt Epic zusätzlich die Option „Bewegungs-Stick tauschen“, damit die Bewegung auf den rechten Stick wandert. Die Maussteuerung kam kurz nach Launch per Patch und funktioniert in praktisch allen großen Modi – von Battle Royale über Zero Build bis Reload und OG.

In der Praxis fühlt sich der Joy-Con-Maus-Modus überraschend gut an, ersetzt aber keine vollwertige Gaming-Maus: Gerade beim Zielen über Kimme und Korn (Scope/Targeting) musst du dich erst einspielen. Ein flacher, glatter Untergrund ist Pflicht – auf dem Sofa wird’s fummelig, ein Tisch oder Schreibtisch ist die deutlich bessere Wahl.

Für kompetitive Spieler, die das letzte Quäntchen herauskitzeln wollen, sind das sinnvolle Stellschrauben (alle Werte als Startpunkte, nicht als feste Vorgabe – am Ende entscheidet dein Gefühl im Creative-Modus):

  • Bau- & Bearbeiten-Sensitivität höher als die Ziel-Sensitivität. Verbreitet ist ein Multiplikator im Bereich von etwa 1,6× bis 2,2×, damit Bauen und Edits schnell von der Hand gehen.
  • Ziel-/Visier-Sensitivität (ADS) eher niedrig, oft im Bereich von rund 8–12 %. Das hält dein Fadenkreuz auf Distanz ruhiger und verhindert Überziehen.
  • „Builder Pro“ als Tastenbelegung, falls du es nicht ohnehin nutzt – Standard bei den meisten kompetitiven Spielern für schnelles Bauen.
  • Edit-Taste umlegen, z. B. auf einen Stick-Klick, um beim Bearbeiten Tempo zu gewinnen.
  • Maus-Empfindlichkeit separat justieren und in echten Matches testen – Werte aus PC-Guides lassen sich wegen des Joy-Con-Sensors nicht 1:1 übertragen.
  • Sound visualisieren aktivieren: zeigt Geräuschquellen optisch an und gibt dir im Gefecht einen Informationsvorteil.

Wichtig: Diese Empfehlungen sind ein Ausgangspunkt. Nimm sie mit in den Creative-Modus, feile nach jeder Session nach und finde die Werte, die für dich passen – „die eine“ perfekte Einstellung gibt es nicht.

Neue Features im Fortnite Switch 2 Test: Replay, GameChat & Capture

Was auf der alten Switch fehlte, ist hier endlich dabei: Das Replay-System lässt dich deine Matches aus anderen Perspektiven noch einmal ansehen – praktisch für Highlights oder zum Analysieren deiner Fights. Über den Capture-Button der Switch 2 nimmst du Clips direkt auf. Und GameChat erlaubt es, dein Gameplay an bis zu drei Freunde zu streamen.

Fortnite Switch 2: Umstieg von der alten Switch

Wenn du Fortnite schon auf der Switch 1 gespielt hast: Epic empfiehlt, zuerst einen System-Transfer von Switch 1 auf Switch 2 durchzuführen und Fortnite dann auf der alten Konsole zu löschen, bevor du die Switch-2-Version aus dem eShop installierst. Deine Verknüpfung von Nintendo- und Epic-Account bleibt dabei erhalten – neu anmelden musst du dich also nicht.

Was im Fortnite Switch 2 Test fehlt

Ganz vollständig ist das Paket nicht: Der PvE-Modus „Rette die Welt“ ist auf der Switch 2 weiterhin nicht spielbar – wie schon auf der alten Switch. Wer den Koop-Modus sucht, braucht eine andere Plattform.

Fazit zum Fortnite Switch 2 Test

ProKontra
Stabile 60 FPS statt 30 FPSKein 120-FPS-Modus
Deutlich höhere Auflösung (Dock & Handheld)„Rette die Welt“ weiterhin nicht verfügbar
Maussteuerung über Joy-Con 2Maus-Modus erfordert Eingewöhnung & flache Unterlage
Größere Sichtweite, bessere Texturen/Schatten
Replay-System, GameChat & Capture-Button
Kostenlos und mit einfacher Datenübernahme

Fortnite auf der Switch 2 ist genau das Upgrade, auf das Switch-Spieler jahrelang gewartet haben. Die 60 FPS, die höhere Auflösung und vor allem die Maussteuerung machen aus dem früheren Kompromiss-Port eine ernstzunehmende Art, das Spiel mobil zu zocken. Es ist nicht ganz die PC- oder PS5-Klasse – 120 FPS und „Rette die Welt“ fehlen –, aber für unterwegs und auf dem Sofa ist es mit Abstand die beste Fortnite-Version, die je auf einer Nintendo-Konsole lief. Da das Spiel gratis ist, gibt es eigentlich keinen Grund, es nicht auszuprobieren.

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