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Nintendo Switch 2 im Test: Evolution mit Power – lohnt sich der Umstieg?

Nintendo Switch 2

Nintendo Switch 2 (Quelle: randombrick.de).

Acht Jahre nach der originalen Nintendo Switch hat Nintendo seinen Hybrid-Handheld endlich in die nächste Generation geführt. Seit dem 5. Juni 2025 ist die Nintendo Switch 2 im Handel erhältlich – und die Erwartungen könnten kaum höher gewesen sein. Über 150 Millionen verkaufte Einheiten der ersten Nintendo Switch sind eine Messlatte, die selbst Nintendo ins Schwitzen bringt.

Die neue Konsole verspricht mehr Leistung, ein besseres Display und frische Features wie GameChat und magnetische Joy-Cons. Ob die Switch 2 diesen Versprechen gerecht wird, welche Stärken sie hat und wo sie hinter den Erwartungen zurückbleibt, erfährst du in unserem ausführlichen Testbericht.

Nintendo Switch 2: Was steckt in der neuen Konsole?

Nintendo baut sein etabliertes Switch-Konzept weiter aus und liefert einen in vielen Bereichen verbesserten Nachfolger ab, der das Rad nicht neu erfindet – aber das muss er auch nicht. Das Hybrid-Prinzip bleibt: Du spielst wahlweise zuhause am TV oder unterwegs als Handheld.

Nintendo Switch 2 (Quelle: randombrick.de).

Die Switch 2 wird in zwei Varianten angeboten: die reine Konsole für 469,99 € und das Bundle mit Mario Kart World als Downloadcode für 509,99 €.

MerkmalNintendo Switch 2Nintendo Switch (Original)
Release5. Juni 20253. März 2017
Preis (UVP)469,99 €~329,99 €
SoCNvidia Tegra T239 (8× ARM Cortex-A78C)Nvidia Tegra X1
GPU-ArchitekturNvidia Ampere, 1.536 CUDA-CoresNvidia Maxwell
GPU-Leistung (Dock)3,072 TFLOPS~0,5 TFLOPS
GPU-Leistung (Handheld)1,71 TFLOPS~0,25 TFLOPS
RAM12 GB LPDDR5X (9 GB für Spiele)4 GB LPDDR4
Interner Speicher256 GB32 GB
SpeichererweiterungmicroSD ExpressmicroSD
Display7,9 Zoll LCD, 1080p, 120 Hz, HDR10, VRR6,2 Zoll LCD, 720p, 60 Hz
KonnektivitätWi-Fi 6, Bluetooth, USB-CWi-Fi 5, Bluetooth, USB-C
Akku5.220 mAh, ca. 2–6,5 Stunden~4.310 mAh, ca. 4,5–9 Stunden
AbwärtskompatibilitätJa (Switch-1-Spielebibliothek)

Display: Deutlich sichtbare Verbesserung

Die Nintendo Switch 2 setzt auf ein 7,9-Zoll-LCD mit Full-HD-Auflösung, 120 Hz Wiederholungsrate und HDR10-Unterstützung. Im direkten Vergleich zur ersten Switch mit 6,2 Zoll und maximal 720p ist der Unterschied sofort spürbar: Farben wirken intensiver, Bewegungen laufen spürbar flüssiger.

Ein Wermutstropfen: Das aktuelle Modell hat kein OLED-Display. Wer von der Switch OLED kommt, wird den satteren Schwarzwert vermissen. Dennoch ist das LCD der Switch 2 eine deutliche Aufwertung gegenüber der Original-Switch.

Joy-Con 2: Magnetisch und mit neuem C-Button

Die neuen Joy-Con 2 werden magnetisch an die Konsole angebracht und per Knopf auf der Rückseite wieder gelöst. Das fühlt sich im Alltag hochwertiger an als der alte Schienenmechanismus. Neu ist außerdem der C-Button am rechten Joy-Con 2, der GameChat direkt startet – ohne das laufende Spiel zu unterbrechen.

Praktisch: Ältere Joy-Con der ersten Switch-Generation sowie der Pro Controller bleiben an der Switch 2 kompatibel. Zusätzlich unterstützen die Joy-Con 2 eine Maussteuerung auf flachen Oberflächen – interessant vor allem für Strategie- und RTS-Spiele.

Leistung: Ein echter Generationssprung

Die Switch 2 nutzt Nvidias Ampere-Architektur mit 1.536 CUDA-Cores und erreicht im Docking-Modus 3,072 TFLOPS – rund das Sechsfache der originalen Switch. DLSS skaliert dabei überzeugend auf 1080p hoch, und VRR ermöglicht flüssiges Gameplay zwischen 48 und 120 FPS.

Der Arbeitsspeicher wächst von 4 GB auf 12 GB LPDDR5X, wovon 9 GB für Spiele zur Verfügung stehen. Das erleichtert anspruchsvolle Ports deutlich und gibt Entwicklern erheblich mehr Spielraum als bisher.

GameChat: Nintendos Antwort auf Discord

GameChat ist Nintendos neue Kommunikationslösung direkt auf der Konsole. Bis zu zwölf Personen können gleichzeitig am Sprach-Chat teilnehmen, bis zu vier davon können ihren Bildschirm live teilen – auch aus unterschiedlichen Spielen heraus. Ein integriertes Mikrofon mit Noise-Cancelling ist bereits verbaut.

GameChat gilt als familienfreundliche Alternative zu Discord. Wichtig: Seit dem 1. April 2026 ist ein Nintendo Switch Online-Abonnement erforderlich. Das solltest du beim Kauf einkalkulieren.

Abwärtskompatibilität: Die alte Spielebibliothek lebt weiter

Die Switch 2 ist vollständig abwärtskompatibel – sowohl physische Spielmodule als auch digitale Käufe aus dem eShop der ersten Switch laufen auf der neuen Konsole. Einige Titel profitieren von der stärkeren Hardware: „Pokémon Karmesin & Pokémon Purpur“ läuft dank kostenlosem Upgrade spürbar flüssiger, „Zelda: Tears of the Kingdom“ und „Hogwarts Legacy“ lassen sich für je 9,99 € auf die Switch-2-Version upgraden.

Nicht alle Upgrades sind kostenlos – wer viele Titel upgraden möchte, sollte das im Budget einplanen.

Akkulaufzeit: Der schwächste Punkt

Nintendo gibt offiziell 2 bis 6,5 Stunden Laufzeit an – im Alltag landet man bei anspruchsvollen Spielen eher im unteren Bereich. Die Switch OLED schaffte mit kleinerem Akku noch 4,5 bis 9 Stunden. Das leistungshungrige Display mit 120 Hz, HDR und VRR sowie der starke Chip fordern ihren Tribut.

Immerhin ist ein zweiter USB-C-Anschluss verbaut, der paralleles Laden beim Spielen erlaubt. Für längere Reisen ist eine Powerbank trotzdem empfehlenswert.

Spiele-Lineup: Stark, aber anfangs überschaubar

Mario Kart World ist das Aushängeschild des Launch-Lineups und macht auf der neuen Hardware eine beeindruckende Figur. Im Juli 2025 folgte Donkey Kong Bananza, und The Duskbloods von FromSoftware ist als Switch-2-Exklusivtitel für 2026 angekündigt. Das Launch-Angebot an echten Neuspielen ist noch überschaubar – wer aber die Switch-1-Bibliothek noch nicht ausgereizt hat oder von Upgrades profitiert, findet von Anfang an genug zu tun.

Fazit: Solide Evolution für Nintendo-Fans

✅ Pro❌ Kontra
Deutlich mehr Leistung (~6× GPU-Power)Höherer Preis (469,99 €)
7,9″ LCD, 1080p, 120 Hz, HDR10, VRRAkkulaufzeit kürzer als Switch OLED
Magnetische Joy-Con 2 mit MausfunktionKein OLED-Display
DLSS und VRR für flüssige GrafikManche Upgrades kosten extra (9,99 €)
Vollständige AbwärtskompatibilitätLaunch-Line-up an Neuspielen dünn
256 GB interner SpeicherGameChat ab April 2026 kostenpflichtig
GameChat mit Screen-Sharing (bis 12 Personen)Lange Akku-Ladezeit
Wi-Fi 6 und zweiter USB-C-Anschluss

Die Switch 2 ist ein würdiger Nachfolger, der sich auf die Stärken der Plattform konzentriert: Flexibilität, Portabilität und jetzt auch echte Grafikpower. Dank des Nvidia-Chips läuft selbst ein Titel wie „Cyberpunk 2077″ überzeugend auf dem Handheld.

Für Neu-Einsteiger und alle, die noch auf der Original-Switch oder Switch Lite spielen, ist die Switch 2 eine klare Empfehlung. Wer bereits eine Switch OLED besitzt und vor allem auf neue Exklusivtitel wartet, kann noch etwas abwarten – das Spiele-Lineup wird in den kommenden Monaten deutlich stärker. Die Akkulaufzeit bleibt der einzige echte Schwachpunkt, den eine Powerbank gut kompensiert.

Bewertung: 8,5 / 10 – Evolution statt Revolution, aber eine sehr gelungene.

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